
Roboter am Soester Klinikum sorgt für präzisere Gelenk-OPs
Das Christliche Klinikum Soest hat einen zweiten OP-Roboter für Knie- und Hüftoperationen in Betrieb genommen. Patientinnen und Patienten profitieren von höherer Präzision und kürzeren Wartezeiten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.01.2026 07:52
CKS Soest erweitert robotergestützte Gelenkchirurgie
Das Christliche Klinikum Soest (CKS) verstärkt sein Angebot in der robotergestützten Endoprothetik. Aufgrund der hohen, auch überregionalen Nachfrage durch Patientinnen und Patienten hat das Klinikum einen zweiten Mako-OP-Roboter angeschafft und in Betrieb genommen. Damit gehört das CKS zu einem sehr exklusiven Kreis – nur vier Krankenhäuser im deutschsprachigen Raum verfügen aktuell über mehr als einen Mako-Roboter. Das Robotersystem kommt bei der Implantation von künstlichen Knie- und Hüftgelenken sowie Schlittenprothesen zum Einsatz und ermöglicht eine individuelle Abstimmung auf die Anatomie der Patientinnen und Patienten. Die Entscheidung für die Anschaffung eines zweiten Systems zeigt die Vorreiterrolle des Soester Klinikums in der modernen Orthopädie.
"Der größte Vorteil des Mako-Systems liegt ganz klar in der Präzision und der damit verbundenen Sicherheit für unsere Patienten" - Privatdozent Dr. Matthias Klotz, Leiter des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie Kreis Soest
Millimetergenaue Planung
Die Funktionsweise des Mako-Systems basiert auf modernster CT-Technologie und dreidimensionaler Vorplanung. Vor jeder Operation wird ein dreidimensionales Modell des betroffenen Gelenks erstellt, auf dessen Basis sich Implantatgröße, -position und -ausrichtung individuell festlegen lassen. Während der Operation unterstützt der Roboter den Operateur bei der exakten Umsetzung dieser Planung und begrenzt die Instrumentenführung auf zuvor definierte Bereiche. Diese Technik hilft dabei, Abweichungen zu vermeiden und eine sehr hohe Reproduzierbarkeit der geplanten Ergebnisse zu erreichen. Durch die CT-basierte Vorplanung können die Soester Ärzte jedes Gelenk millimetergenau analysieren und die Operation exakt vorbereiten.
"Insbesondere bei komplexen anatomischen Voraussetzungen oder stärkeren Achsabweichungen ist diese Genauigkeit ein großer Gewinn" - Dr. Matthias Klotz
Studien bestätigen Vorteile
Internationale Studien untermauern den Erfolg der robotergestützten Endoprothetik in der Praxis. Auswertungen großer Prothesenregister zeigen geringere Komplikationsraten und weniger Revisionsoperationen bei robotergestützten Eingriffen im Vergleich zu konventionellen Verfahren. Für Patientinnen und Patienten aus dem Kreis Soest bedeutet dies konkret mehr Sicherheit und oft eine schnellere Genesung. Viele fragen mittlerweile gezielt nach einer Operation mit Robotereinsatz, da sie sich davon mehr Sicherheit versprechen. Trotz modernster Technik bleibt jedoch die Verantwortung stets beim Operateur - der Roboter fungiert als hochpräzises Assistenzsystem, vergleichbar mit einem Autopiloten im Flugzeug.
"Der Roboter ersetzt den Arzt nicht. Er ist ein hochpräzises Assistenzsystem. Am Ende operiert immer der Mensch" - Dr. Matthias Klotz