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Ruhrverband warnt: Gefahren am Möhnesee unterschätzt
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Ruhrverband warnt: Gefahren am Möhnesee unterschätzt

Nach dem Tod eines 14-Jährigen in der Ruhr warnt der Ruhrverband erneut vor den Gefahren beim Baden in Flüssen und Talsperren. Auch am Möhnesee im Kreis Soest sind etwa gefährliche Brückensprünge immer wieder ein Thema. Der Appell des Verbands: Nur ausgewiesene Badestellen nutzen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.2026 08:09

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Gefahren am Möhnesee werden unterschätzt

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Der Tod eines 14-jährigen Jugendlichen am vergangenen Wochenende in der Ruhr hat den Ruhrverband veranlasst, erneut auf die Risiken beim Baden in Flüssen und Talsperren hinzuweisen. Der Verband, der unter anderem den Möhnesee und den Sorpesee bewirtschaftet, appelliert: Wer ins Wasser will, sollte ausschließlich ausgewiesene Badestellen nutzen - alles andere kann lebensgefährlich sein.

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Unsichtbare Gefahren unter der Wasseroberfläche

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Natürliche Gewässer unterscheiden sich grundlegend von Schwimmbädern oder kontrollierten Badebereichen. Strömungen können an Wehren, Brückenpfeilern oder Engstellen entstehen und selbst erfahrene Schwimmer überraschen. Dazu kommen wechselnde Wassertiefen, plötzliche Kältezonen und Hindernisse unter der Wasseroberfläche - Felsen, Äste oder andere Gegenstände, die von oben nicht zu erkennen sind. Besonders tückisch: Stellen, die auf den ersten Blick ruhig wirken, können darunter gefährliche Strömungen oder Vertiefungen verbergen. Kälteunterschiede im Wasser können zudem den Kreislauf belasten und die körperliche Leistungsfähigkeit plötzlich einschränken.

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Brückensprünge: Ein Problem am Möhnesee und Sorpesee

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Seit Jahren beobachtet der Ruhrverband einen weiteren gefährlichen Trend: Immer wieder springen vor allem Jugendliche von Brücken, Dämmen oder anderen Bauwerken ins Wasser. Solche Vorfälle werden regelmäßig am Möhnesee und am Sorpesee gemeldet. Das zentrale Risiko dabei ist die falsch eingeschätzte Wassertiefe. Die Ruhr ist im Bereich der Eisenbahnbrücke Kupferdreh in Essen zum Beispiel nur rund 1,70 Meter tief. Ein falsch eingeschätzter Sprung kann zu schwersten Verletzungen an Kopf, Wirbelsäule oder inneren Organen führen. Zusätzlich verstößt das Springen von Brücken und vergleichbaren Bauwerken gegen die Freizeitordnung des Ruhrverbands und kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

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Besondere Gefahr am Steinbruch in Delecke

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Am Steinbruch in Delecke am Möhnesee kommt ein weiteres Risiko hinzu: Das Gebiet ist als Tauchrevier ausgewiesen. Wer dort ins Wasser springt, muss jederzeit damit rechnen, dass sich Taucher unter der Wasseroberfläche befinden oder unvermittelt auftauchen. Auch an Talsperren generell können sich die Bedingungen schnell ändern - schwankende Wasserstände können eine Stelle, die an einem Tag noch tief genug erscheint, schon kurze Zeit später deutlich flacher machen.

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Appell: Nur ausgewiesene Badestellen nutzen

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Der Ruhrverband appelliert, ausschließlich die offiziell ausgewiesenen Badestellen an den Talsperren und am Baldeneysee zu nutzen. Das Baden in der Ruhr ist außerhalb der zugelassenen Bereiche - am Seaside Beach in Essen, in Bochum-Dahlhausen und in Mülheim - verboten. Informationen zu allen zugelassenen Badestellen gibt es auf der Website des Ruhrverbands unter www.ruhrverband.de/sport-freizeit/baden.

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