
„Schlechteste Landstraße“ im Kreis Soest wird saniert?
Vor elf Jahren bekam die Landstraße zwischen Soest und Körbecke den Titel „Schlechteste Landstraße“. Seitdem ist wenig passiert - doch jetzt gibt es neue Hoffnung. Ausbaupläne liegen vor, der Sanierungsstart rückt näher.
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.01.2026 17:19
Marode Strecke mit traurigem Titel
Die IHK Arnsberg vergibt regelmäßig die Auszeichnung „Schlechteste Landstraße“, um auf den schlechten Zustand vieler Straßen in der Region aufmerksam zu machen. Vor elf Jahren wurde die Landstraße zwischen Soest und Körbecke mit diesem Titel bedacht. Die Strecke führt über die Dörfer Hiddingsen und Lendringsen - und am Zustand hat sich seitdem lange nichts geändert.
Schlaglöcher und bröckelnde Ränder
Die knapp sechs Kilometer lange Straße gilt bis heute als echte Problemstrecke. Tiefe Schlaglöcher und bröckelnde Fahrbahnränder prägen das Bild. Die Bezeichnung „Schlechteste Straße“ ist deshalb auch Jahre später noch gerechtfertigt. Täglich sind dort mehr als 1.000 Autos unterwegs, darunter auch Schulbusse. Besonders Pendler nutzen die Straße gern, da sie die kürzeste Verbindung zwischen Soest und dem Möhnesee darstellt.
Hoffnung nach jahrelangem Stillstand
Jetzt gibt es Bewegung: Im Soester Stadtentwicklungsausschuss sollen Ausbaupläne für die Landstraße vorgestellt werden. Wenn alles reibungslos läuft, könnte der Start der Sanierung noch im Jahr 2026 erfolgen. Die Kosten für den Ausbau werden auf rund zehn Millionen Euro geschätzt.
Warum es so lange gedauert hat
Zuständig für die Straße ist eigentlich der Landesbetrieb Straßen NRW. Dort fehlte es laut Angaben seit Jahren an Personal, um die Planung umzusetzen. Deshalb übernimmt nun die Stadt Soest die Planung - im Auftrag des Landes. Erste Entwürfe liegen bereits vor und sollen den Anwohnern in Hiddingsen, Lendringsen und Berlingsen vorgestellt werden.