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CD Tenerife - FC Andorra - Jesús de Miguel
© Uncredited/AP/dpa
De Miguel hinterlässt eine Partnerin und eine kleine Tochter.
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«Tut in der Seele weh» - Tod nach Foulspiel schockt Spanien

Spaniens Fußball trauert um Teneriffa-Stürmer Jesús de Miguel. Der Profi wird überhart gefoult und erleidet einen Herzstillstand.

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Madrid (dpa) - Der Tod des Fußballprofis Jesús de Miguel vom CD Teneriffa nach einem schweren Foulspiel hat Spanien erschüttert und auch außerhalb der Sportwelt eine Welle der Anteilnahme ausgelöst. Der 30-jährige Stürmer hatte nach einer Attacke des gegnerischen Torwarts in der Nachspielzeit des Zweitliga-Heimspiels gegen den FC Andorra schwere Verletzungen und einen Herzstillstand erlitten. Am Morgen danach starb er im Krankenhaus. De Miguel hinterlässt seine Partnerin María und die gemeinsame Tochter Carla, die im Juni 2025 geboren wurde.

«Es tut mir in der Seele weh», schrieb der Weltmeister von 2010 Gerard Piqué auf X. Der Andorra-Mitbesitzer hatte das Unglück vor Ort miterlebt. Auch aktive und ehemalige Fußballprofis, Vereine, Verbände und Politiker bekundeten der Familie und dem Club des Spielers ihr Beileid.

Pokalspiele verschoben

Rekordmeister Real Madrid und weitere Clubs unterbrachen sofort nach der Nachricht das Training für eine Schweigeminute. Der nationale Verband RFEF sprach von einem «Verlust, der nicht zu ersetzen ist». Sämtliche für Dienstag geplanten Pokalpartien im Männer- und Frauenfußball wurden verschoben.

Die Spielergewerkschaft AFE erinnerte daran, dass de Miguel Mitglied ihres Vorstands war. Sein Tod hinterlasse eine «enorme Lücke» bei all jenen, die seine Leidenschaft für den Fußball und sein Engagement für die Rechte der Spieler geteilt hätten. «Wir werden Dich nie vergessen», hieß es.

«Die Sportwelt weint um de Miguel», titelte die Zeitung «El Mundo». Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, erklärte, der Tod des Fußballers schmerze ihn «zutiefst».

Beileidsbekundungen auch aus dem Ausland

Der FC Andorra äußerte sein Bedauern und Mitgefühl. «Mit gebrochenem Herzen und zutiefst erschüttert möchten wir der Familie von Jesús de Miguel, all seinen Weggefährten und Freunden sowie dem CD Teneriffa unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Ruhe in Frieden», teilte der Verein mit.

Die Anteilnahme machte an den Landesgrenzen nicht halt. Der europäische Verband UEFA sowie zahlreiche ausländische Clubs bekundeten ihr Beileid. Aus der Premier League meldete sich unter anderem Tottenham Hotspur zu Wort, aus Frankreich Olympique Marseille.

De Miguel war am Vorabend kurz hinter der Mittellinie vom heraus gesprinteten Andorra-Keeper Jesús Owono gefoult worden. Nach dem Zusammenprall krümmte er sich vor Schmerzen auf dem Rasen. Für die Aktion sah Owono Rot. Die Spieler beider Teams wirkten vom Anblick des Verletzten erschüttert, der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 2:2 ab.

Auf Teneriffa war de Miguel Stütze des Teams und Liebling der Fans

Auf dem Weg ins Krankenhaus mussten Rettungskräfte den Fußballer dann wiederbeleben, wie es in einer ersten Club-Mitteilung hieß. Zu diesem Zeitpunkt atmete der Fußballer selbstständig, war aber bewusstlos. Um acht Uhr morgens erlag der Profi seinen Verletzungen. «Es gibt keine tröstenden Worte; nichts kann diese unermessliche Trauer lindern», schrieb der CD Teneriffa.

«Wir stehen an der Seite seiner trauernden Familie, seiner Angehörigen, ganz Teneriffas, das heute diesen grausamen Verlust betrauert», teilte der Club zum Tod mit. «Die Familie von Jesús de Miguel ist für jede einzelne erhaltene Unterstützung dankbar und bittet gleichzeitig von ganzem Herzen um größtmögliche Achtung ihrer Privatsphäre in dieser schweren Zeit.»

Der in Madrid geborene Stürmer hatte sich seinen Weg in den Profifußball über mehrere unterklassige spanische Vereine erarbeitet. Nach Stationen unter anderem bei Unionistas de Salamanca und CD Castellón wechselte er im Sommer 2025 nach Teneriffa. Dort wurde er schnell zu einer wichtigen Stütze: Mit elf Toren trug er maßgeblich zum Aufstieg in die zweite Liga bei. Gleich zu Beginn seiner Zeit hatte er mit sechs Treffern in den ersten fünf Pflichtspielen einen Vereinsrekord aufgestellt.

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© dpa-infocom, dpa:261103-930-935145/4
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CD Tenerife - FC Andorra - Jesús de Miguel
© -/Fc Andorra via EUROPA PRESS/dpa
Die Spieler auf dem Platz reagieren geschockt.
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