
Soest gedenkt deportierter jüdischer Bürger
Am Dienstag, den 27. Januar 2026, reinigen Schülerinnen und Schüler aus sieben Soester Schulen erneut die Stolpersteine in der Stadt. Die Messingsteine erinnern an jüdische Bürgerinnen und Bürger, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden. Anlass der Aktion ist der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.
Schulen und Vorbereitung
Teilnehmende Schulen sind die Patrokli-Grundschule, die Christian-Rohlfs-Realschule, die Sekundarschule Soest, die Hannah-Arendt-Gesamtschule, die Europaschule Aldegrevergymnasium, das Archigymnasium und das Conrad-von-Soest-Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler haben die Aktion im Unterricht vorbereitet. Vor Ort legen sie Kerzen und weiße Rosen nieder und halten kurze Reden, um an das Schicksal der Opfer zu erinnern.
Gedenkveranstaltung im Rathaus
Der Abschluss der Aktion findet um 10.45 Uhr im Blauen Saal des Rathauses statt. Dort gibt es eine Schweigeminute, und Bürgermeister Marcus Schiffer dankt den Jugendlichen für ihr Engagement. Die Stadt Soest organisiert die Gedenkveranstaltung über die Abteilung Schule und Sport.
Stolpersteine in Soest
Insgesamt liegen 38 Stolpersteine an 21 Orten in der Stadt. Jeder Stein trägt den Namen und die Lebensdaten eines deportierten oder ermordeten Opfers. Mit dem Reinigen dieser Steine setzen die Schülerinnen und Schüler ein sichtbares Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.