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Schulstart im Kreis Soest: Tipps für den sicheren Weg
© Marco Höhne
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Schulstart im Kreis Soest: Tipps für den sicheren Weg

Morgen, Mittwoch (2. September), beginnt im Kreis Soest das neue Schuljahr. Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sie selbstständig im Straßenverkehr unterwegs sind. Die Polizei hat deshalb wichtige Tipps für Eltern und Kinder - und warnt vor einem bekannten Problem: dem Elterntaxi.

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Den Schulweg rechtzeitig gemeinsam üben

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Schultüte gebastelt, Tornister gepackt, Aufregung groß: Tausende Kinder im Kreis Soest gehen diese Woche zum ersten Mal in die Schule. Für viele bedeutet das auch: zum ersten Mal selbstständig im Straßenverkehr unterwegs sein - zu Fuß, mit Bus und Bahn oder mit dem Fahrrad. Die Polizei rät Eltern deshalb, den Schulweg noch vor dem ersten Schultag gemeinsam abzugehen - und das ruhig mehrfach. Dabei gilt: Nicht der kürzeste, sondern der sicherste Weg ist der richtige. Gefahrenstellen wie Kreuzungen oder unübersichtliche Bereiche sollten gemeinsam besprochen werden, damit Kinder wissen, worauf sie achten müssen. Wer morgens ausreichend Zeit einplant, ist außerdem entspannter - und damit aufmerksamer.

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Helle Kleidung und Helm: So werden Kinder besser gesehen

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Damit Kinder im Straßenverkehr gut wahrgenommen werden, empfiehlt die Polizei helle Kleidung sowie Reflektoren am Ranzen oder an der Kleidung - besonders wenn die Tage wieder kürzer werden. Wer mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule fährt, sollte immer einen Helm tragen. Eltern sollten außerdem vorab prüfen, ob Beleuchtung, Bremsen, Reifen und Reflektoren am Fahrrad in Ordnung sind. Noch ein Hinweis der Polizei: Straßen möglichst nur an Ampeln oder Zebrastreifen überqueren - und vorher kurz stehen bleiben, schauen und hören. Und: Augen auf, Handy weg.

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Das Elterntaxi: Gut gemeint, aber gefährlich

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Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule - aus Sorge oder Zeitdruck. Das Problem dabei: Je mehr Fahrzeuge sich gleichzeitig vor einer Schule stauen, desto unübersichtlicher wird die Situation für die Kinder. Fahrzeuge, die auf Gehwegen oder in zweiter Reihe halten, versperren die Sicht. Auch Wendemanöver, Rückwärtsfahren oder das schnelle Ein- und Aussteigen können gefährliche Situationen verursachen. Wenn das Auto wirklich nötig ist, sollten Kinder an einer geeigneten Stelle etwas entfernt von der Schule aussteigen und den Rest des Weges zu Fuß gehen. Halteverbotszonen, Kreuzungen und Feuerwehrzufahrten müssen dabei unbedingt freigehalten werden.

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Warstein: Ordnungsamt und Polizei gemeinsam aktiv

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In Warstein gehen Ordnungsamt und Polizei beim Schulstart besonders aktiv vor. Auf Initiative von Bürgermeister Maximilian Spinnrath sensibilisieren beide Behörden Eltern und Verkehrsteilnehmer mit gemeinsamen Aktionen und Schwerpunktkontrollen. An den Grundschulen werden Banner mit dem Slogan "Zu Fuß zur Schule - Frische Luft statt Elterntaxis" aufgehängt, die von der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen e.V. zur Verfügung gestellt werden.

"Zum Schulstart sind wieder viele Kinder unterwegs, für die der Schulweg noch neu und ungewohnt ist. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir alle aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs sind." - Maximilian Spinnrath, Bürgermeister Warstein.

Leonie Weidlich, stellvertretende Leiterin des Sachgebiets Sicherheit und Ordnung der Stadt Warstein, erklärt den Hintergrund der Aktion:

"Ganz konkret möchten wir die Eltern auf die Gefahren aufmerksam machen, die durch sogenannte 'Elterntaxis' vor den Schulen entstehen können. Weil viele Eltern ihre Kinder zur gleichen Zeit zur Schule bringen, kommt es durch die vielen Autos direkt vor den Schulen schnell zu unübersichtlichen Situationen." - Leonie Weidlich, stellvertretende Leiterin Sachgebiet Sicherheit und Ordnung, Stadt Warstein.

Jörg Niehüser von der Polizei Warstein hat einen konkreten Rat für Eltern:

"Die Eltern sollten möglichst größere Plätze oder geeignete Parkplätze in der Nähe nutzen und ihre Kinder von dort aus den restlichen Weg zur Schule zu Fuß gehen lassen oder zu begleiten." - Jörg Niehüser, Polizei Warstein.
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Wickede: Polizei und Ordnungsamt verstärken Kontrollen

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Auch in Wickede (Ruhr) rufen Bezirksdienst der Polizei und Ordnungsamt alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu fahren. Gerade jüngere Kinder können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht sicher einschätzen, lassen sich leichter ablenken und müssen ihren Schulweg mit seinen Kreuzungen und Gefahrenstellen erst kennenlernen. Autofahrer sollten deshalb die Geschwindigkeit reduzieren und jederzeit bremsbereit sein - besonders an Fußgängerüberwegen, Bushaltestellen und im Umfeld der Schulen. Das Ordnungsamt wird die Schulwege in den nächsten Wochen außerdem verstärkt im Blick behalten, ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einhaltung der Halt- und Parkregeln.

"Für viele Kinder beginnt mit dem ersten Schultag auch ein neuer Schritt in die Selbstständigkeit. Sie entdecken ihren Schulweg jetzt für sich. Dabei brauchen sie vor allem eines: Erwachsene, die aufmerksam sind, Rücksicht nehmen und im Zweifel einmal mehr vom Gas gehen." - Alexander Heine, Bürgermeister Wickede (Ruhr).

Bezirksdienstbeamter Georg Hantel von der Polizei Wickede ergänzt:

"Wer langsam fährt, aufmerksam bleibt und auf riskante Halte- oder Wendemanöver verzichtet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Kinder." - Georg Hantel, Bezirksdienstbeamter, Polizei Wickede (Ruhr).

Wer sein Kind in Wickede dennoch mit dem Auto bringt, sollte auf sichere Haltemöglichkeiten in etwas größerer Entfernung ausweichen - etwa die Parkplätze am Bürgerhaus, an den Friedhöfen oder an der Kirche. Die letzten Meter zu Fuß sorgen für mehr Übersicht vor den Schulen.

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