
- Neue Statistik zeigt Pünktlichkeit im ersten Halbjahr 2026.
- RE 11 war in nicht einmal 50 Prozent der Fälle pünktlich.
- RB 59 schneidet mit rund 78 Prozent am besten ab.
- Züge gelten erst ab vier Minuten Verspätung als unpünktlich.
Bahnpendler im Kreis Soest haben oft mit Verspätungen zu tun. Das bestätigen neue Zahlen des Kompetenzcenters Integraler Taktfahrplan NRW für das erste Halbjahr 2026. Landesweit fuhren demnach rund 30 Prozent aller Nahverkehrszüge ihrem Fahrplan hinterher. Besonders auf den viel genutzten Regionalexpress-Linien häuften sich die Probleme, da sie oft weite Strecken durch störungsanfällige Knotenpunkte zurücklegen.
RE 11 besonders unpünktlich
Für Reisende im Kreis Soest bedeutet das konkret: Der RE 11 zwischen Düsseldorf und Kassel, der unter anderem in Soest und Lippstadt hält, erreichte nur eine Pünktlichkeit von 49,2 Prozent. Besser sah es bei der Eurobahn-Linie RB 89 zwischen Münster und Paderborn aus. Diese Linie, die mit vielen Stopps einmal quer durch den Kreis fährt, kam in 68,2 Prozent der Fälle rechtzeitig. Die höchste Pünktlichkeit im Kreis erzielte die RB 59 zwischen Dortmund und Soest mit 78,3 Prozent.
Wann gilt ein Zug als unpünktlich?
Als unpünktlich wird ein Zug in der landesweiten Statistik erst gewertet, wenn er mindestens vier Minuten zu spät am Bahnsteig ankommt. Hauptgründe für die anhaltenden Probleme sind laut Verkehrsbranche das sanierungsbedürftige Schienennetz und die hohe Auslastung der Strecken. Regionalzüge müssen zudem oft verspätete Fernverkehrszüge wie den ICE passieren lassen, was zusätzliche Wartezeiten verursacht.
Züge im Kreis Soest zuverlässig
Trotz der häufigen Verspätungen lag die Zuverlässigkeit, also die tatsächliche Durchführung von Fahrten, bei allen drei Linien im Kreis Soest im ersten Halbjahr bei über 90 Prozent. Die sogenannte Zuverlässigkeitsquote zeigt an, wie oft Fahrten kurzfristig und unvorhergesehen ausfallen, etwa durch Personalmangel oder wetterbedingte Einsätze. Geplante Ausfälle durch Baustellen zählen hier nicht hinein.