
So wird Windpark-Lärm begrenzt
Seit Ende vergangenen Jahres drehen sich die ersten Windräder am Rennweg südlich von Warstein-Allagen. Der Windpark soll künftig weiter wachsen. Viele Anwohner fragen sich deshalb, wie sie vor möglichem Lärm geschützt werden. Stadt Warstein und Kreis Soest haben dazu jetzt Stellung genommen.
Betreiber müssen Grenzwerte einhalten
Auslöser war eine Anfrage der CDU-Ortsunionen mehrerer Ortsteile an den Rat der Stadt Warstein. Dabei ging es vor allem um Maßnahmen zum Lärmschutz. Klar ist: Verantwortlich für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sind die Betreiber der Anlagen.
„Die Überwachung der immissionsschutzrechtlichen Vorgaben obliegt der Fachbehörde des Kreises Soest“, erklärte Sabine Leitner, Leiterin des Fachbereichs Bauen und Wohnen, in der Ratssitzung am 09.02.2026.
Bereits im Genehmigungsverfahren werde geprüft, ob die Grenzwerte eingehalten werden können. Grundlage ist eine schalltechnische Prognose, die unterschiedliche Windrichtungen und Wetterlagen berücksichtigt.
Nachts werden Anlagen gedrosselt oder gestoppt
Besonders sensibel ist die Nachtzeit zwischen 22 und 6 Uhr. In diesem Zeitraum greifen automatische Schutzmaßnahmen: Bei bestimmten Windrichtungen oder höheren Windgeschwindigkeiten werden die Anlagen gedrosselt oder komplett angehalten.
„Diese schallreduzierten Betriebsmodi sind im Genehmigungsbescheid verbindlich festgelegt“, heißt es vom Kreis Soest.
Ziel ist es, die Belastung für die Menschen im Möhnetal möglichst gering zu halten.
Daten werden laufend kontrolliert
Während des Betriebs zeichnen die Betreiber kontinuierlich Daten wie Leistung, Drehzahl, Windgeschwindigkeit und Windrichtung auf. Diese Informationen können jederzeit überprüft werden.
„Weitergehende Messungen kann der Kreis Soest anlassbezogen anordnen, beispielsweise bei begründeten Beschwerden oder bei sonstigen Auffälligkeiten im Anlagenbetrieb, um den Schutz der Bewohner sicherzustellen“, so der Kreis weiter.
Windpark soll weiter wachsen
Der erste Bauabschnitt des Windparks steht bereits, weitere Anlagen sind geplant. Die Stadt Warstein hat angekündigt, gegen den Ausbau nicht weiter klagen zu wollen. Als Gründe nennt sie unter anderem die hohen Kosten und geringe Erfolgsaussichten.