
Soest: Clarenbach-Schule ist erste „Schule mit Biss"
Premiere im Kreis Soest: Die Clarenbach-Schule trägt als erste Schule die Auszeichnung „Schule mit Biss“. Mit festen Zahnputz-Ritualen, gesunder Ernährung und viel Engagement setzt die Förderschule ein Zeichen für nachhaltige Gesundheitsförderung.
Veröffentlicht: Dienstag, 02.06.2026 09:24
Auszeichnung für besonderes Engagement bei der Zahngesundheit
Die Clarenbach-Schule in Soest ist die erste Schule im Kreis Soest, die als „Schule mit Biss“ ausgezeichnet wurde. Das Zertifikat wird an Grund- und Förderschulen verliehen, die sich in besonderer Weise für die Zahngesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Iris Hauk vom Arbeitskreis Zahngesundheit im Kreis Soest im Rahmen der schulischen Veranstaltung „Manege der Stärken“.
Zahngesundheit als Gemeinschaftsaufgabe
Die Förderschule des Kreises Soest mit dem Schwerpunkt Lernen setzt auf Prävention und eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Offener Ganztagsschule (OGS) und Eltern. Schulleiterin Gudula Schneider betont: „Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können wir den Kindern die Bedeutung von Zahngesundheit nachhaltig vermitteln.“
Zur Unterstützung stellt der Arbeitskreis Zahngesundheit der Schule verschiedene Materialien zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Zahnputzbecher, Zahnbürsten, Zahnpasta, Informationsmaterialien für Eltern sowie große Lernposter. Auch Zahnputzmodelle und Spiele rund um das Thema Zahngesundheit kommen künftig im Schulalltag zum Einsatz.
Gesunde Ernährung gehört zum Konzept
Neben der Zahnpflege spielt auch gesunde Ernährung an der Clarenbach-Schule eine wichtige Rolle. Die Schule nimmt am Schulobst-Programm des Landes NRW teil und behandelt das Thema fächerübergreifend im Unterricht. Auch im Kioskprojekt und im Hauswirtschaftsunterricht steht ein bewusster Umgang mit Ernährung auf dem Programm.
„Hier greifen wir zum Beispiel auf, warum beim Zuckerkonsum weniger mehr ist und verdeutlichen das an kindgerechten Beispielen“, sagt Schulleiterin Gudula Schneider.
„Tolle Anerkennung für unser tägliches Engagement“
Über die Auszeichnung freut sich die Schulleiterin besonders: „Das ist eine tolle Anerkennung für unser tägliches Engagement für die Zahngesundheit unserer Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam mit allen Beteiligten machen wir unsere Schule zu einem gesünderen Lebensort für die Kinder.“
Auch Iris Hauk vom Arbeitskreis Zahngesundheit lobt den Einsatz der Schule: „Die Schule hat sich die Auszeichnung sehr verdient. Das Engagement in Sachen Zahngesundheit ist vorbildlich.“
Zähneputzen ist fester Bestandteil des Schulalltags
Besonders positiv entwickelt hat sich das gemeinsame Zähneputzen nach dem Essen in der OGS. Lydia Schewalje von der Diakonie Ruhr-Hellweg berichtet: „Wir sind im September gestartet und haben relativ schnell festgestellt: Es ist ein Selbstläufer. Die Kinder haben das Zähneputzen nach dem Essen schnell als Ritual übernommen. Sie haben das super gemeistert und sind mittlerweile echte Profis.“
Einige Schülerinnen und Schüler übernehmen dabei sogar Verantwortung, indem sie Zahnpasta ausgeben oder kontrollieren, ob alle Kinder ihre Zähne geputzt haben.
Gesundheitsförderung mit langfristiger Wirkung
Für den Leiter des Kreis-Gesundheitsamts, Oliver Wienhues, hat die Auszeichnung eine besondere Bedeutung. Er verweist auf die positiven Auswirkungen zahngesunder Ernährung auf die allgemeine Gesundheit und begrüßt, dass nach den „Kitas mit Biss“ nun auch die erste Schule im Kreis Soest zertifiziert wurde.
Auch Mirko Hein, Abteilungsleiter Schule, Bildung und Integration beim Kreis Soest, sieht in der Auszeichnung ein gelungenes Beispiel dafür, wie Gesundheitsförderung dauerhaft im Schulalltag verankert werden kann.
Das Programm „Schule mit Biss“ wird vom Arbeitskreis Zahngesundheit Westfalen-Lippe angeboten und von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Ziel ist es, Zahngesundheit langfristig in den teilnehmenden Schulen zu verankern.