
Soest: Warnzettel für Räder am Bahnhof ab April
Die Stadt Soest geht wieder gegen Schrottfahrräder am Bahnhof vor - und weitet die Aktion in diesem Jahr erstmals auf das Park-and-Ride-Parkhaus aus. Wer sein Fahrrad dort stehen hat, sollte jetzt handeln.
Veröffentlicht: Dienstag, 31.03.2026 07:54
Soest: Warnzettel an allen Rädern ab 1. April
Am Mittwoch (01.04.) starten Mitarbeitende der Stadt Soest mit der diesjährigen Aktion. Sie bringen Papier-Banderolen an allen Fahrrädern an, die auf dem Bahnhofsvorplatz und in der Fahrradabstellanlage im Park-and-Ride-Parkhaus nördlich des Bahnhofs stehen. Neu in diesem Jahr: Erstmals ist auch das P+R-Parkhaus Teil der Aktion – in den Vorjahren beschränkte sich die Kontrolle auf den Bahnhofsvorplatz. Zuständig sind die Abteilung Bürger- und Ordnungsangelegenheiten und der Kommunalbetrieb der Stadt Soest.
„Der Bahnhof ist ja so ein bisschen die Haustür für die Stadt Soest, für viele, die nach Soest kommen. Wir möchten, dass es hier einfach ordentlich und ansprechend aussieht. Außerdem haben wir viele Pendlerstellplätze für Pendler, die mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommen und Schrottfahrräder können diese Plätze blockieren. Wir möchten einfach wieder Platz für die Pendler schaffen." - Thorsten Bottin, Sprecher der Stadt Soest
Was Fahrrad-Besitzer in Soest jetzt wissen müssen
Die Banderolen sind eine direkte Aufforderung an alle Rad-Eigentümer: Wer die Banderole von seinem Fahrrad entfernt oder das Rad einfach mitnimmt, muss nichts befürchten. Die Frist läuft bis zum 6. Mai 2026 - also fünf Wochen lang. Alle Räder, die an diesem Tag noch mit intakter Banderole am Bahnhof oder im P+R-Parkhaus stehen, werden vom Kommunalbetrieb abgeholt. Wenn nötig, werden dafür auch Schlösser aufgebrochen. Anschließend prüft die Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei, welche der abgeholten Räder als gestohlen gemeldet sind - diese werden dann an die Polizei übergeben.
Abholen oder verschrotten: Was mit den Rädern passiert
Wer sein Fahrrad nach dem sechsten Mai noch zurückbekommen möchte, hat bis zum fünften Juni 2026 Zeit. Eine Abholung ist nach vorheriger Anmeldung und mit Eigentumsnachweis möglich – allerdings fällt eine Verwaltungsgebühr an. Was danach noch übrig bleibt, wird aufgeteilt: Fahrtüchtige Räder gibt die Stadt an gemeinnützige Vereine weiter, fahruntüchtige Räder kommen in die Verschrottung.
„Wir werden die Fahrräder bei uns einlagern. Die Eigentümer haben dann noch Zeit, um sich bei uns zu melden und die Fahrräder gegen Eigentumsnachweis abzuholen. Die funktionierenden werden anschließend an soziale Einrichtungen abgegeben und alles andere wird entsorgt." - Thorsten Bottin, Sprecher der Stadt Soest