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Spedition aus Soest: Kaum Nutzen von Lkw-Sonntagsregel
© Symbolbild / Hellweg Radio
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Spedition aus Soest: Kaum Nutzen von Lkw-Sonntagsregel

Die gelockerte Sonntagsregel für Lastwagen bringt Speditionen nach Einschätzung aus der Branche kaum zusätzliche Möglichkeiten. Ein Soester Unternehmer verweist auf fehlendes Personal und gesetzliche Ruhezeiten.

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Sonntagsfahrverbot in NRW gelockert

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Um Engpässe durch das Niedrigwasser in deutschen Flüssen abzufedern, haben neben NRW auch viele andere Bundesländer das Sonntagsfahrverbot für Lkw gelockert. Dadurch sollen Transporte, die sonst per Binnenschiff laufen, auf die Straße ausweichen können. Es geht dabei vor allem um kritische Güter wie Schüttgut, Chemikalien und Kraftstoffe. So sollen Produktionsstopps in der Industrie verhindert werden.

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Kritik aus einer Soester Spedition

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Peter Müller, Geschäftsführer der Soester Spedition Karl Müller, sagte Hellweg Radio, die Regelung sei aber nicht bis zu Ende gedacht. Zusätzliche Mitarbeiter, die weitere Sonntagsfahrten übernehmen könnten, gebe es nicht.

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Sonntagsfahrten gibt es schon jetzt

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Nach Angaben von Müller fährt seine Spedition ohnehin sonntags, weil sie verderbliche Ware transportiert. An den bereits geplanten Touren ändere das Unternehmen deshalb nichts. Auch bei anderen Speditionen kann sich Müller nach eigenen Worten nicht vorstellen, dass deutlich mehr gefahren wird.

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Lenk- und Ruhezeiten bleiben ein Hindernis

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Ein Grund seien die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten. Wer sonntags fahre, könne dann am Montag nicht fahren, sagte Müller. Damit bleibe der praktische Effekt der gelockerten Sonntagsregel gering.

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Speditionen in Hamm mit ähnlicher Einschätzung

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Auch Speditionen bei unseren Nachbarn in Hamm sehen das so. Frank Jäschke beschäftigt für seine 25 Fahrzeuge aktuell 29 Fahrer, für Mehrarbeit fehle schlicht das Personal. Und für ein paar Wochen werde er keine neuen Leute einstellen, selbst wenn es sie gäbe.

Geschäftsführer Nick Kobrink von der Spedition BPL sagt, für ihn sei die Sonntagsregelung "völlig uninteressant". Seine Spedition fährt zwar Schüttgut, also Beton, Sand und Splitt. Aber weder Hersteller noch Abnehmer arbeiten sonntags. Und auch er verwies auf die Wochenend-Ruhezeiten von 45 Stunden.

"Wir müssen die Fahrer schon pflegen", sagte uns Kobrink.
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