
Die Spargelsaison im Kreis Soest hat begonnen. Doch in diesem Jahr ist die Freude darüber etwas getrübt. Der Grund: Im Kreis Soest mussten in den vergangenen Jahren viele Spargelbauer aufgeben. Im Kreis Soest gibt es gar keine Anbauer von Bleichspargel mehr, heißt es vom landwirtschaftlichen Kreisverband Soest. In unserer Region würde nur noch Grünspargel angebaut.
Spargelbauern im Kreis Soest nicht wettbewerbsfähig
Dass so viele Spargelbauer keinen Bleichspargel mehr anbauen, ist für Spargelliebhaber im Kreis Soest eine schlechte Nachricht, weil sie auf Spargel aus der Region setzen. Das Problem der Spargelbauern im Kreis Soest: die hohen Lohnkosten schwächen ihre Wettbewerbskraft im Vergleich zum europäischen Umland. Trotzdem können wir, beispielsweise auf dem Markt in Lippstadt, weiterhin regionale Produkte kaufen. Die kommen dann aus den umliegenden Kreisen, sind allerdings auch in diesem Jahr wieder teurer, heißt es.
Spargelexpertin aus Werl gibt Tipps
Trotz gestiegener Preise ist das Spargelessen für viele Menschen im Kreis Soest weiterhin ein wichtiger Teil des Frühlings. Bis zum Johannistag wird der Spargel gestochen. Bäuerin Helga Keggenhoff aus Werl ist Spargelexpertin. Sie erklärt, woran ihr erkennt, ob der Spargel noch frisch ist:
- Hinterseite des Spargels prüfen: Ist diese besonders trocken, ist der Spargel schon etwas älter
- Knartschen: Umso mehr der Spargel knartscht, umso frischer ist er
Außerdem hat die Spargelexpertin Tipps zum Lagern: Am besten sollten wir den ungeschälten Spargel in einem feuchten Tuch im Kühlschrank lagern. Dann hält er sich drei bis fünf Tage.