
Stundenlange Vergewaltigung in Soest: Prozess geht weiter
Nach einer mutmaßlichen stundenlangen Vergewaltigung in der Hilchenbach-Ruine in Soest könnte das Opfer heute (14. April) vor dem Arnsberger Landgericht aussagen. Angeklagt ist ein mehrfach polizeibekannter Algerier.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.04.2026 04:18
Vergewaltigung und mehr: Fortsetzung im Prozess gegen Mann aus Algerien
Seit dem 24. März muss sich ein 38-jähriger Algerier vor dem Landgericht Arnsberg verantworten. Er soll eine junge Frau stundenlang in der Soester Hilchenbach-Ruine vergewaltigt und ihren Partner bewusstlos geschlagen haben, als der ihr zur Hilfe kommen wollte. Die weiteren Vorwürfe gegen den Angeklagten: mehrere Körperverletzungen, ein Raub, ein Diebstahl sowie Drogenhandel. Erst mal sind dafür acht Prozesstage bis Mitte Juni angesetzt.
Vergewaltigung in Soester Hilchenbach-Villa: Überfall in der Nacht
Laut Anklage hat der Algerier das damals 20-jährige Opfer und dessen Partner in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober 2025 in der alten Hilchenbach-Villa überfallen. Zu diesem Zeitpunkt sei die Ruine das Zuhause des Paares gewesen. Gegen 22 Uhr soll der Angeklagte da mit eingeschalteter Handylampe die Treppe ins Obergeschoss raufgekommen sein. Dann habe er den beiden Wohnungslosen einen Joint angeboten und der Frau gesagt, er wolle mit ihr schlafen. Sie soll abgelehnt und sich letztlich sogar mit Tritten gewehrt haben: Aber all das hielt den 38-Jährigen nicht auf, heißt es von der Staatsanwaltschaft.
Hilfeversuch schlägt fehl: Täter schlägt Partner des Opfers ins Gesicht
Der Partner des Opfers soll immer wieder versucht haben, die Vergewaltigung zu verhindern: Nach einem Faustschlag ins Gesicht sei er aber bewusstlos zu Boden gegangen, heißt es. Zu der Frau habe der mutmaßliche Täter gesagt, dass er ein Messer dabei habe, um sie ruhig zu stellen.
Stunden nach der Tat soll der 38-Jährige dann auf einer Matratze eingeschlafen sein. Das Paar ging zur Polizei, die den Mann noch vor Ort festnahm. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft, vorher hatte der Algerier in der Soester ZUE gelebt.
Weitere Vorwürfe gegen Angeklagten
Der 38-Jährige steht nicht zum ersten Mal vor Gericht. Beim letzten Mal endete sein Prozess aber mit einem Freispruch.
Diesmal werden ihm noch einige andere Taten vorgeworfen. Zu den meisten schweigt der Angeklagte allerdings. Lediglich zu einem mutmaßlichen Fahrraddiebstahl und dem Vorwurf der Dealerei hat er sich bisher geäußert: Das Fahrrad habe er gekauft und nicht gestohlen, das Marihuana konsumiere er selbst und handele nicht damit. Der Prozess geht am 22. April weiter.