
Tariflöhne steigen ab Oktober in drei Stufen
Zum 1. Oktober 2026 steigen die Tariflöhne um 2,2 Prozent. Weitere Erhöhungen folgen zum 1. Januar 2027 um 2,6 Prozent und zum 1. Januar 2028 um 2,2 Prozent. Der Abschluss kam in der dritten Verhandlungsrunde zustande.
„Wir sind froh, dass wir eine Einigung erzielen konnten“, sagt der Geschäftsführer vom DEHOGA Westfalen, Lars Martin. Die Verhandlungen seien schwierig gewesen.
DEHOGA blickt auf Betriebe in Südwestfalen
Martin verweist auf steigende Kosten und eine zurückhaltende Nachfrage bei Gästen. Gerade kleinere Betriebe in Südwestfalen seien davon betroffen - auch bei uns im Kreis Soest. Gleichzeitig betont er den Anspruch der Beschäftigten auf eine faire Bezahlung. Den Tarifabschluss bezeichnet er als Kompromiss für beide Seiten. Aus Sicht Martins lassen sich höhere Kosten nicht beliebig über die Preise weitergeben. Er hält wirtschaftliche Entlastungen für nötig, damit Betriebe dauerhaft Arbeitsplätze und Löhne finanzieren können.
Ausbildungsvergütungen werden angehoben
Auch die Ausbildungsvergütungen steigen: zum 1. Oktober 2026 und zum 1. August 2027 um jeweils 20 Euro. Für Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr nennt der DEHOGA künftig monatlich 1.420 beziehungsweise 1.440 Euro.
Martin kritisiert Äußerungen der NGG
Neben der Einigung äußert Martin Kritik an der NGG. Er wendet sich gegen deren Darstellung der Mehrwertsteuersenkung für Speisen als „Geschenk“ für Gastronomen. Außerdem fordert er einen respektvollen Umgang zwischen den Tarifpartnern. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer kämpften um ihre Existenz. Martin fordert die NGG auf, deren Sorgen ernst zu nehmen.