
Übergriffe auf Lippstädter Schützenfest: Zeugen gesucht
Auf dem Schützenfest in Lippstadt-Rixbeck sind in der Nacht zu Sonntag (17. Mai) zwei junge Frauen sexuell belästigt worden. Beide Täter konnten trotz Fahndung auf dem Schützenplatz nicht gefasst werden. Die Polizei Lippstadt sucht jetzt nach Zeugen und bittet um Hinweise.
Veröffentlicht: Montag, 18.05.2026 10:34
Fälle sexueller Belästigung
Zwei Fälle von sexueller Belästigung überschatten das Schützenfest in Lippstadt-Rixbeck. In der Nacht zu Sonntag (17. Mai) wurden dort eine 15-Jährige und eine 18-Jährige von jeweils einem unbekannten Mann belästigt. Beide Täter flüchteten unerkannt vom Schützenplatz. Polizeisprecher Daniel Großert bestätigte die Vorfälle im Interview mit Hellweg Radio.
Erster Übergriff: 15-Jährige auf dem Schützenplatz belästigt
Am Samstag (16. Mai) gegen 23 Uhr soll ein bislang unbekannter Mann auf dem Festgelände eine 15-Jährige aus Lippstadt angesprochen haben. Im weiteren Verlauf soll er sie umarmt und gegen ihren Willen auf die Wange geküsst haben. Großert schilderte den Vorfall so:
"Am Samstagabend beziehungsweise in der Nacht zu Sonntag sind uns zwei sexuelle Belästigungen vom Schützenfest in Lippstadt-Rixbeck gemeldet worden. Am Samstag gegen 23 Uhr soll ein bislang unbekannter Mann eine 15-Jährige aus Lippstadt zunächst angesprochen und dann im weiteren Verlauf umarmt und auf die Wange geküsst haben." - Daniel Großert, Polizeisprecher.
Der Unbekannte wird als etwa 30 Jahre alt beschrieben. Er soll eine schwarze Jacke, eine blaue Jeans und eine schwarze Kappe getragen haben. Eine sofortige Fahndung auf dem Schützenplatz verlief ohne Ergebnis.
Zweiter Fall kurz nach Mitternacht
Rund eine Stunde später kam es zu einem weiteren Übergriff. Diesmal traf es eine 18-Jährige, die an der Theke stand. Großert:
"Eine Stunde später, also am Sonntag kurz nach 0 Uhr, kam es zu einem weiteren Fall. Ein ebenfalls bislang unbekannter Mann soll eine 18-Jährige aus Lippstadt, die an der Theke stand, mit beiden Händen von hinten an der Hüfte gegriffen und sie dann in seine Richtung gezogen haben, sodass es im Bereich des Unterleibs zu einer Berührung der beiden Personen kam." - Daniel Großert, Polizeisprecher.
Dieser Täter soll laut Polizei auch weitere Frauen auf ähnliche Weise belästigt haben. Er wird als 30 bis 40 Jahre alt beschrieben und soll eine schwarze Jacke mit weißer Aufschrift getragen haben. Auch er konnte auf dem Schützenplatz nicht angetroffen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei den beiden Männern nicht um dieselbe Person - die Beschreibungen weichen voneinander ab.
Wenn Alkohol die Hemmschwelle senkt
Großert erklärte im Gespräch mit Hellweg Radio, warum es auf Schützenfesten immer wieder zu solchen Vorfällen kommen kann:
"Solche Fälle gibt es leider immer mal wieder. Auf Schützenfesten wird ja doch relativ viel Alkohol konsumiert. Das lässt bei einigen leider Gottes die Hemmungen fallen, sodass es immer wieder auch mal zu solchen Übergriffen kommt." - Daniel Großert, Polizeisprecher.
Polizei bittet um Hinweise - und gibt Tipps
Konkrete Spuren zu den Tätern fehlen bislang. Die Polizei ist auf Zeugenaussagen angewiesen:
"Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich in beiden Fällen nicht um denselben Tatverdächtigen. Die Beschreibungen weichen voneinander ab. Ansonsten liegen uns derzeit noch keine Hinweise auf die Täter vor. Wir bitten Zeugen, die möglicherweise etwas beobachtet haben oder Angaben zu den Tätern machen können, sich bei uns zu melden." - Daniel Großert, Polizeisprecher.
Wer etwas beobachtet hat, kann sich unter der Telefonnummer 02941/91000 bei der Polizeiwache Lippstadt melden oder jede andere Polizeidienststelle aufsuchen. Außerdem gab Großert Tipps, wie man sich auf Festen besser schützen kann:
"Am besten hält man sich möglichst in Gruppen auf - mit bekannten, vertrauten Personen. Sollte es zu einem solchen Übergriff kommen, sollte man definitiv lautstark auf sich aufmerksam machen und deutlich zeigen, dass man das nicht möchte, damit auch Umstehende es mitbekommen und gegebenenfalls eingreifen können. Solche Fälle sollte man definitiv bei der Polizei melden." - Daniel Großert, Polizeisprecher für den Kreis Soest.
Autor: Ben Hettwer