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Mann spielt auf einer E-Gitarre
© Silvia Marks/dpa-tmn
Vor allem Männer integrieren regelmäßig Hobbys in die Arbeitszeit im Home-Office.
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Umfrage: Ein Viertel nutzt Homeoffice auch für Hobbys

Laut einer aktuellen Erhebung arbeitet die Mehrheit der Befragten im Homeoffice konzentrierter als im Büro. Praktisch: Denn so bleibt auch noch Zeit für Arbeitszeitbetrug.

Veröffentlicht: Dienstag, 21.04.2026 07:00

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Arbeitszeitbetrug

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München (dpa/tmn) - Am Homeoffice scheiden sich die Geister. Für viele ist ein Arbeitsleben ohne nicht mehr denkbar. Andere - Chefs zum Beispiel - sind häufig skeptisch: Wird hier wirklich genauso effizient gearbeitet wie im Büro? 

Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Personalberatung YER kommt zu dem Ergebnis: 52 Prozent der Angestellten arbeiten nach eigenen Angaben am heimischen Schreibtisch sogar konzentrierter als im Büro. Für 63 Prozent wirkt sich der Zeitgewinn positiv auf die Leistungsfähigkeit aus. Über ein Drittel gab an sogar regelmäßig Überstunden im Homeoffice zu machen. 

Kein Grund für Arbeitszeitbetrug-Unterstellungen also? Nun ja. Für 44 Prozent der Befragten stehen im Homeoffice kleinere Haushaltstätigkeiten auf dem Plan. Über ein Viertel (27 Prozent) integriert sogar Hobbys in die Arbeitszeit. Vor allem Männer frönen offenbar gern in der Arbeitszeit privaten Aktivitäten. 31 Prozent bejahten die Aussage: «Ich integriere regelmäßig Hobbys oder andere private Aktivitäten in meine Arbeitszeit im Homeoffice.» Unter Frauen waren es nur 20 Prozent. 

Was ist eigentlich erlaubt?

Darf denn, wer Leistung bringt, während der Arbeitszeit denn machen, was er will? «Nein», sagt Fachanwalt für Arbeitsrecht Volker Görzel. «Wer Tätigkeiten im Haushalt während der Arbeitszeit erledigt, begeht Arbeitszeitbetrug.» Der Haushalt muss bis zur Pause warten - die Hobbys natürlich auch.

Und was, wenn Handwerker kommen? Darf ich auch die nicht empfangen? «Sofern Sie das dem Arbeitgeber angekündigt haben, dürfen Sie das», so die Einschätzung des Experten. 

Wer also sagt: Morgen bin ich im Homeoffice, weil Handwerker kommen, der darf auch kurz mal nicht erreichbar sein. «Generell gilt allerdings, wer im Homeoffice arbeitet, muss genauso gut erreichbar sein wie im Büro», so Anwalt Görzel.

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© dpa-infocom, dpa:260421-930-972074/1
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