
Dämmerung sorgt für mehr Wildwechsel
Am kommenden Wochenende werden die Uhren umgestellt. Dann trifft am späten Nachmittag der Berufsverkehr auf die Dämmerung und damit steigt auch die Gefahr für Wildunfälle. Die Polizei hat aktuell täglich mit Wildunfällen zu tun. Allein in den vergangenen Tagen gab es vier Wildunfälle im Kreisgebiet. Sie sind glücklicherweise eher glimpflich ausgegangen.
Verhalten bei Wildwechsel
Wer Tiere am Straßenrand entdeckt, sollte zunächst die Geschwindigkeit reduzieren und, wenn notwendig, ganz anhalten. Die Tiere können die Geschwindigkeit des Fahrzeuges nicht einschätzen und es kann nie ausgeschlossen werden, dass ein Tier vor das Auto springt. Zusätzlich vertreibt Hupen die Tiere häufig. Außerdem sollte das Fernlicht ausgeschaltet werden, da Tiere in der Regel stehen bleiben, wenn sie geblendet werden. Autofahrer sollten bei Rehen oder Wildschweinen immer damit rechnen, dass nicht nur ein Tier die Straße kreuzt, sondern das ganze Rudel.
Wenn ein Zusammenstoß nicht mehr vermeidbar ist, sollten keine unkontrollierten Ausweichmanöver gestartet werden. Ein voll gebremster Zusammenstoß mit dem Tier ist sicherer, als durch ein Ausweichmanöver die Fahrbahn zu verlassen. Baumunfälle und Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr enden bei diesen Geschwindigkeiten oft tödlich.
Verhalten nach einem Wildunfall
Wenn es zu einem Unfall gekommen ist, muss zunächst die Unfallstelle gesichert werden: Warnblinklicht einschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen, sicheren Bereich zum Aufenthalt aufsuchen. Wenn Personen verletzt sind, 112 wählen und Erste Hilfe leisten. Die Polizei muss ebenfalls verständigt werden, auch wenn das Tier weggelaufen ist. Vor Ort auf die Polizei warten. Außerdem muss der Jagdausübungsberechtigte verständigt werden. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte das Tier an der Fahrbahnrand gezogen werden, um Folgeunfälle zu vermeiden. Dabei sollte das Tier nur mit Handschuhen angefasst werden. Bei verletzten Tieren ist Vorsicht geboten, da deren Reaktionen nicht berechenbar sind.