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Veterinärdienst übt Seuchenausbruch im Kreis Soest
© Hannah Osterhoff / Kreis Soest
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Veterinärdienst übt Seuchenausbruch im Kreis Soest

Der Kreisveterinärdienst des Kreises Soest hat den Ernstfall geprobt: In einem fiktiven Szenario brach die Maul- und Klauenseuche in einem Milchviehbetrieb aus. Geübt wurden Aufgabenverteilung, Abläufe und Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.2026 05:05

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Fiktives Szenario, echte Abläufe

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135 Rinder in einem Milchviehbetrieb im Kreis Soest sind von der Maul- und Klauenseuche betroffen - zum Glück nur auf dem Papier. Der Kreisveterinärdienst hat ein solches Szenario als Planspiel durchgespielt, um für den echten Ernstfall gewappnet zu sein. Dabei ging es vor allem darum, wer bei einem Tierseuchenausbruch welche Aufgaben übernimmt und wie die verschiedenen Stellen miteinander kommunizieren. Konkret auf dem Plan standen das Abriegeln des betroffenen Betriebs, die Entnahme von Proben sowie das Einrichten von Schutz- und Überwachungszonen rund um den Hof - in denen jeweils strenge Regeln gelten, die im Seuchenfall per Allgemeinverfügung festgelegt werden. Abgearbeitet wurden dabei auch die Tötungsanordnung für den betroffenen Bestand, die Entsorgung der Tierkörper sowie die Beprobung umliegender Tierhaltungen. Auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit floss in die Übung mit ein.

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Was ist die Maul- und Klauenseuche?

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Die Maul- und Klauenseuche (MKS) gilt als eine der ansteckendsten Tierkrankheiten überhaupt. Das Virus befällt Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen - aber auch Wildtiere können erkranken. Nach einer Inkubationszeit von sieben bis maximal 14 Tagen zeigen sich die typischen Symptome, die der Krankheit ihren Namen geben: Blasen am Maul, besonders an der Zunge, sowie an den Klauen. Betroffene Tiere speicheln stark, bekommen Fieber, fressen kaum noch und lahmen.

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Warum der Kreis Soest besonders vorbereitet sein muss

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Im Kreis Soest werden mehr als 34.000 Rinder und rund 365.000 Schweine gehalten. Ein echter MKS-Ausbruch wäre für die Region deshalb besonders folgenreich. Dr. Martina Poppe, Leiterin des Veterinärdienstes des Kreises Soest, macht deutlich, was auf dem Spiel stehen würde:

„Den Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in einem Gebiet mit einer hohen Klauentierdichte würden wir auch im Echtfall sehr ernst nehmen. Im Kreis Soest werden mehr als 34.000 Rinder und rund 365.000 Schweine gehalten. Die wirtschaftlichen Schäden bei einem Ausbruch wären immens, daher ist eine schnellstmögliche Eindämmung essentiell." - Dr. Martina Poppe, Leiterin des Veterinärdienstes des Kreises Soest.
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Auswertung folgt

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Das erste Ergebnis der Übung steht fest: Die bestehenden Strukturen funktionieren. Jetzt folgt eine detaillierte Auswertung, damit die gewonnenen Erkenntnisse in die weitere Krisenvorbereitung einfließen können.

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