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Warntag im Kreis Soest: Heute heulen 187 Sirenen
© Birgit Kalle/ Kreis Soest
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Warntag im Kreis Soest: Heute heulen 187 Sirenen

Heute wird es laut im Kreis Soest: Um 11 Uhr startet der bundesweite Warntag. 187 Sirenen im Kreisgebiet sollen dabei auslösen - gleichzeitig werden Warn-Apps und das Handy-Warnsystem Cell Broadcast getestet. Wir erklären, was die Töne bedeuten und wie ihr im Ernstfall richtig reagiert.

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Probealarm um 11 Uhr

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Heute (10.09.) findet in ganz Deutschland der bundesweite Warntag statt. Punkt 11 Uhr werden im Kreis Soest alle 187 Sirenen ausgelöst - angesteuert direkt aus der Leitstelle im Kreisrettungszentrum in Soest. Die Sirenen sind flächendeckend in allen 14 Städten und Gemeinden im Kreisgebiet verteilt. Zuletzt gab es im März einen Warntag im Kreis Soest - der war allerdings nur landesweit.

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So klingt der Probealarm

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Der Probealarm folgt einem festen Ablauf: Zuerst ist ein einminütiger Dauerton zu hören - das ist das Signal für "Entwarnung". Danach folgt ein auf- und abschwellender Heulton, der im Ernstfall "Gefahr" bedeutet. Abschließend ertönt noch einmal der durchgehende Entwarnungston. Wer sich vorab mit den Tönen vertraut machen möchte, findet Hörproben auf der Seite des NRW-Innenministeriums unter www.im.nrw.de (Suche: "Sirenentöne").

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Alarm gilt immer für die Bevölkerung

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Wichtig zu wissen: Seit 2023 werden Feuerwehren nicht mehr über die Sirenen alarmiert. Wenn die Sirene also heult, richtet sich das immer direkt an alle Bürgerinnen und Bürger - egal zu welcher Tageszeit.

„Jeder Alarm richtet sich also explizit an die Bevölkerung und ist ernst zu nehmen." - Sebastian Narten, Leiter der Abteilung Feuer- und Katastrophenschutz beim Kreis Soest

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Was tun, wenn die Sirene heult?

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Wenn der auf- und abschwellende Warnton ertönt, gilt: sofort in Innenräume gehen, Fenster und Türen schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten. Gleichzeitig sollten Radio und Fernseher eingeschaltet bleiben, um weitere Informationen zu erhalten. Auch das Handy sollte griffbereit sein - je nach Lage kann es zusätzlich Lautsprecherdurchsagen von Polizei oder Feuerwehr geben. Der Sirenenton selbst sagt dabei noch nichts darüber aus, um welche Art von Gefahr es sich handelt.

„Bitte informieren Sie auch Ihre Nachbarn, sollten diese den Alarm nicht mitbekommen haben." - Sebastian Narten, Leiter der Abteilung Feuer- und Katastrophenschutz beim Kreis Soest

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Warnung auch direkt aufs Handy

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Neben den Sirenen werden heute auch die Warn-Apps NINA und KATWARN sowie das System Cell Broadcast getestet. Cell Broadcast schickt Warnmeldungen direkt aufs Handy - ohne dass dafür eine eigene App nötig ist. Um 11 Uhr geht eine Probewarnung an alle angeschlossenen Warnmultiplikatoren, darunter auch Rundfunk- und Fernsehsender.

„Mit Cell Broadcast und Warn-Apps wie NINA und KATWARN ist sichergestellt, dass offizielle Warnungen und wichtige Hinweise die Menschen im Gefahren- oder Katastrophenfall schnell erreichen. Handy und Smartphone sind zu etablierten Alltagsbegleitern geworden, die wir in der Regel stets griffbereit haben." - Ricarda Oberreuter, Dezernentin für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr des Kreises Soest

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Das braucht ihr für Cell Broadcast

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Damit Cell Broadcast auf dem Handy funktioniert, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: Das Gerät muss eingeschaltet und darf nicht im Flugmodus sein. Außerdem ist ein aktuelles Betriebssystem nötig - bei Android-Geräten mindestens Version 11, bei Apple-Geräten mindestens iOS 16.1. Wer um 11 Uhr keinen Alarm bekommt, sollte in den Geräteeinstellungen nachschauen.

„Ist das am 10. September um 11 Uhr nicht der Fall, sollte man in den Einstellungen seines Geräts nachschauen, ob die Option 'Cell Broadcast Warnungen oder Alerts' (iOS) oder 'Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte' (Android) aktiviert ist." - Sebastian Narten, Leiter der Abteilung Feuer- und Katastrophenschutz beim Kreis Soest

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Umfrage nach dem Warntag

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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) führt im Anschluss an den Warntag eine Bevölkerungsumfrage durch. Wer mitmachen möchte, kann das zwischen dem 10. und 17. September unter www.warntag-umfrage.de tun. Dort sind auch die Ergebnisse aus den Vorjahren zu finden.

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