
Warstein klagt nicht gegen Windpark Rennweg
Insgesamt 22 Windräder soll der Windpark am Rennweg im Arnsberger Wald künftig umfassen. Einige Anlagen stehen bereits, weitere sollen folgen. Die Stadt Warstein hat nun entschieden, keine weiteren Klagen gegen die geplanten Genehmigungen einzureichen.
Veröffentlicht: Dienstag, 03.02.2026 06:04
Stadtrat sieht kaum Erfolgschancen
Der Rat der Stadt Warstein hat sich in einer Sondersitzung mehrheitlich gegen neue Klagen ausgesprochen. Nach externer rechtlicher Prüfung gelten die Erfolgsaussichten als sehr gering. Besonders die aktuelle Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen schränkt laut Gutachten die Chancen weiter ein.
Vorbescheid und erste Genehmigungen
Die Betreiber der Windanlagen hatten sich bereits im November 2024 einen sogenannten Vorbescheid über die privilegierte Zulässigkeit gesichert. Gegen diesen Vorbescheid hat die Stadt Warstein bereits Klage erhoben – das Verfahren läuft noch.
Auf dieser Grundlage entscheidet der Kreis Soest aktuell über weitere Genehmigungen. Erste Anlagen wurden bereits genehmigt.
Kosten spielen große Rolle
Neben den rechtlichen Aspekten spielte auch der städtische Haushalt eine wichtige Rolle. Weitere Klagen gegen die geplanten sieben Windenergieanlagen außerhalb des Windenergiebereichs hätten Kosten in sechsstelliger Höhe verursacht. Dieses Geld würde laut Stadt an anderer Stelle fehlen.
Mehrheit gegen weitere Klagen
Nach intensiver Beratung hat sich der Stadtrat schließlich mehrheitlich dafür entschieden, auf teure Klagen ohne realistische Erfolgschancen zu verzichten.