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Warstein: Neue Sirene am Zehnthof in Betrieb
© Matthias Gerlach
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Warstein: Neue Sirene am Zehnthof in Betrieb

Warstein setzt beim Katastrophenschutz auf moderne Technik: Am historischen Zehnthof wurde eine leistungsstarke elektronische Sirene installiert. Ihr erster großer Einsatz ist der landesweite Warntag am Donnerstag, 12. März.

Veröffentlicht: Montag, 09.03.2026 05:13

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Elektronische Sirene ersetzt alten „Pilzkopf" in Warstein

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Die alte Motorsirene auf dem Dach des Zehnthofes - im Volksmund „Pilzkopf" genannt - hat ausgedient. Bereits im vergangenen August wurde sie abgebaut und durch eine moderne elektronische Anlage ersetzt. Nach erfolgreichem Test ist die neue Sirene nun offiziell in Betrieb. Sechzehn Hörner mit 2.400 Watt Ausgangsleistung thronen auf einem der ältesten Gebäude der Stadt und können damit einen Großteil des Stadtgebietes akustisch erreichen. Erstmals zum Einsatz kommt die Anlage beim landesweiten Warntag am Donnerstag, 12. März, um 11 Uhr.

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Warnung der Bevölkerung - nicht der Feuerwehr

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Die neue Sirene erfüllt eine andere Funktion als ihr Vorgänger. Die Alarmierung der Feuerwehr im Brandfall übernehmen heute digitale, verschlüsselte Meldeempfänger. Die elektronische Sirene am Zehnthof dient ausschließlich der Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall - etwa bei einem Gefahrgutunfall oder bei Hochwasser. Das Warnsignal: ein einminütiger, auf- und abschwellender Ton. Wer ihn hört, soll umgehend einen sicheren Ort aufsuchen und sich über Radio, Fernsehen oder das Internet weiter informieren.

„Die Modernisierung der Sireneninfrastruktur in unserem Stadtgebiet leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. So kann die Bevölkerung im Ernstfall rasch und zuverlässig gewarnt werden." - Maximilian Spinnrath, Bürgermeister der Stadt Warstein
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Fördergelder und städtischer Haushalt finanzieren Modernisierung

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Die neue Sirene am Zehnthof kostete insgesamt rund 29.850 Euro. Davon wurden 10.850 Euro aus dem Sirenenförderprogramm des Landes NRW 2023 gedeckt, die verbleibenden 19.000 Euro übernahm die Stadt aus dem eigenen Haushalt. Gegenüber klassischen Motorsirenen haben elektronische Geräte einen entscheidenden Vorteil: Sie funktionieren auch bei einer Unterbrechung der Stromversorgung zuverlässig. Der Katastrophenschutz kann so die Warnung der Bevölkerung dauerhaft sicherstellen.

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Weitere Standorte in Warstein sollen noch 2026 folgen

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Die Installation am Zehnthof ist nur ein Bauabschnitt im laufenden Sirenenkonzept der Stadt. Langfristig soll jeder Stadtteil Warsteins mindestens eine akkubetriebene Sirene erhalten. Noch in diesem Jahr sollen vier weitere Standorte modernisiert werden - vorausgesetzt, die Kapazitäten der spezialisierten Fachfirmen lassen es zu. Geplant sind der Tausch der Sirenen an der Johannesschule in Allagen, am Hirschberger Rathaus, an der neuen Feuerwache in Warstein sowie an der Mastanlage am Kallerweg in Belecke. Auch dort greift die Stadt auf Mittel aus dem „Sirenenförderprogramm 2.0" zurück.

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Warntag am 12. März: So läuft der Test ab

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Am Donnerstag, 12. März, um 11 Uhr findet der landesweite Warntag statt - und die neue Warsteiner Sirene ist dann erstmals dabei. Neben den Sirenen werden auch Warn-Apps wie NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes), Cell-Broadcast-Meldungen auf Mobiltelefonen und weitere Kanäle ausgelöst. Gegen 11:45 Uhr folgt die Entwarnung. Der Warntag soll die Bevölkerung mit den Warnsignalen vertraut machen und das richtige Verhalten im Ernstfall einüben.

„Der Warntag ist kein bloßer Testlauf, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres Zivil- und Katastrophenschutzes. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Warnsysteme funktionieren und die Bürgerschaft weiß, wie sie im Ernstfall reagieren soll. Nur eine gut informierte und sensibilisierte Bürgerschaft kann sich und andere wirksam schützen." - Thimo Roderfeld, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Warstein
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