
Werl: Bahnübergang Tiggesloh nach sechs Jahren wieder offen
Sechs Jahre lang waren Holtum und Hilbeck voneinander getrennt – jetzt ist der Bahnübergang „Tiggesloh“ in Werl endlich wieder frei. Nach massiven Verzögerungen können Autos, Radfahrer und Fußgänger wieder direkt zwischen den Dörfern pendeln.
Veröffentlicht: Freitag, 07.11.2025 16:43
Zwei Dörfer feiern ihre Wiedervereinigung
Sechs Jahre mussten die Menschen in Werl-Holtum und Hilbeck auf diesen Moment warten: Der Bahnübergang „Tiggesloh“ ist nach langer Bauzeit endlich wieder geöffnet. Seit Mittwoch (05.11.2025) kann die Verbindung zwischen den beiden Dörfern wieder befahren werden – ein echter Befreiungsschlag für viele Anwohnerinnen und Anwohner.
Eine Baustelle, die Geschichte schrieb
Seit 2019 wurde am Übergang gebaut – offiziell sollte die Sperrung nur wenige Monate dauern. Doch immer wieder kam es zu Verzögerungen. Die Bahn begründete das in einem schriftlichen Statement auf Anfrage von Hellweg Radio mit „langen Produktions- und Lieferzeiten“. Zusätzlich mussten neue technische Komponenten für das Stellwerk eingebaut werden, damit die Kommunikation zwischen Schrankenanlage und Zugverkehr sicher funktioniert.
Große Erleichterung in Holtum und Hilbeck
Für die Menschen in beiden Dörfern war die Sperrung eine echte Geduldsprobe.
„Das war eine große Belastung für alle Anwohner“, sagt die Holtumerin und Werler Stadträtin Sina Brüggemann.
Ganze sechs Jahre lang war der direkte Weg zwischen Holtum und Hilbeck unterbrochen – wer hinüber wollte, musste lange Umwege in Kauf nehmen.
Modernisiert und sicherer
Die Deutsche Bahn (bzw. die DB InfraGO) hat den Bahnübergang im Zuge der Bauarbeiten komplett modernisiert. Der Übergang verfügt nun über eine Lichtzeichenanlage mit Halbschranken, neue Kabeltrassen und angepasste Signale. Laut Bahn wurde „unter Hochdruck gearbeitet“, um die letzten Arbeiten und Sicherheitsprüfungen abzuschließen.
Endlich wieder freie Fahrt – und bald wird gefeiert
Mit der Wiedereröffnung kehrt auch das Dorfleben zwischen Holtum und Hilbeck zurück. Nach Jahren der Trennung wollen die Dorfbewohner die Wiedervereinigung im kommenden Jahr mit einem großen Fest feiern – diesmal hoffentlich ohne Absage.