
Werl-Hilbeck: Nachwuchs im Storchennest beringt
Großer Tag für zwei Storchenküken in Werl-Hilbeck: Sie haben ihre offiziellen Ringe bekommen und wurden getauft. Die Namen stammen von Kindern einer Kita vor Ort – und schon bald wartet auf die Jungstörche ihre erste große Reise.
Veröffentlicht: Dienstag, 02.06.2026 10:58
Beringer in ganz NRW unterwegs
Für die Aktion war Michael Jöpkes vor Ort. Er beringt jedes Jahr zahlreiche Jungstörche in Nordrhein-Westfalen. Allein an diesem Tag war der Termin in Werl-Hilbeck bereits sein fünfter Einsatz. Rund 150 Jungstörche erhalten jährlich einen individuellen Ring, der wie ein Personalausweis funktioniert. Die Kennzeichnung hilft Fachleuten dabei, die Tiere später wiederzuerkennen und ihre Zugrouten nachzuverfolgen.
Küken haben schwierige Tage überstanden
Die beiden Jungstörche in Hilbeck haben die vergangenen Wochen gut überstanden. Das ist nicht selbstverständlich: Gerade die Eisheiligen oder starke Unwetter können für die jungen Tiere gefährlich werden. Nach den Stürmen am vergangenen Wochenende hatten einige Storchenküken in Welver nicht überlebt. Die beiden Hilbecker Küken sind dagegen gesund und konnten nun beringt werden.
Namen aus der Kita
Die Kinder der Kita Saatkorn in Hilbeck durften die Namen aussuchen. Ihre Wahl fiel auf „Klipp“ und „Klapp“.
Sobald die beiden flügge werden, startet für sie im Herbst die große Reise. Dann zieht es die Jungstörche Richtung Frankreich, Spanien oder sogar bis nach Marokko.
Beitrag zum Anhören
Wie die Beringung in luftiger Höhe ablief und warum die Störche dabei erstaunlich gelassen bleiben, hört ihr auch in unserem Audiobeitrag von vor Ort.