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Werler Stadtwald wird zum Natur-Erlebnis-Wald
© Wenzel / Hellweg Radio
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Werler Stadtwald wird zum Natur-Erlebnis-Wald

Der Werler Stadtwald bekommt ein neues Gesicht: Werl, Ense und Wickede haben gemeinsam investiert - für mehr Natur, mehr Spiel und mehr Erholung. Pünktlich zu den Sommerferien ist das Projekt "Natur-Erlebnis-Wald" offiziell gestartet. Und das ist erst der Anfang.

Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.2026 04:58

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Natur-Erlebnis-Wald Werl

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Der Werler Stadtwald ist 300 Hektar groß, das entspricht mehr als 400 Fußballfeldern. Bisher war er vor allem als Spaziergang- und Wandergebiet bekannt. Jetzt haben die drei Kommunen Werl, Ense und Wickede gemeinsam daran gearbeitet, ihn noch attraktiver zu machen.

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Drei Kommunen ziehen an einem Strang

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Obwohl der Wald "Werler" Stadtwald heißt, liegt er nicht nur auf Werler Gebiet - er erstreckt sich auch über Teile von Ense und Wickede. Genau das war der Ausgangspunkt für ein gemeinsames Projekt.

„Der Stadtwald heißt zwar Werler Stadtwald, liegt aber auch auf den Gebieten von Ense und Wickede. Deshalb war es naheliegend, gemeinsam mit den Nachbargemeinden etwas auf die Beine zu stellen - um den Wald näher an die Menschen heranzubringen und ihn erlebbarer zu machen." - Dirk Sodenkamp, Stadtsprecher Stadt Werl.

Werls Bürgermeister Torben Höbrink beschreibt, was das Projekt für die verschiedenen Besuchergruppen bedeutet:

„Das Projekt Natur-Erlebnis-Wald Werler Stadtwald wird von drei Partnern getragen: der Gemeinde Ense, der Gemeinde Wickede (Ruhr) und der Stadt Werl als Eigentümerin des Stadtwalds. Für Sportlerinnen und Sportler haben wir den Trimm-dich-Pfad, für alle, die Ruhe suchen, neue Ruhebänke im Wald - und für junge Familien wurde der Spielplatz auf der Werler Seite ebenso wie auf der Wickeder Seite erneuert und deutlich erweitert." - Torben Höbrink, Bürgermeister Stadt Werl.
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Was ist neu im Werler Stadtwald?

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Den Auftakt macht Werl: Der Spielplatz direkt neben dem Niedrigseilgarten wurde komplett aufgewertet - mit neuem Spielhäuschen, Rutsche, Kletterelementen und Boulderfelsen als besonderem Highlight. Offiziell eröffnet wurde er am Montag (20.07.2026). In Wickede entstand an der Ziegenhude ein neuer Mehrgenerationenspielplatz. Der ist allerdings noch nicht nutzbar, das Gras muss erst wachsen - voraussichtlich in vier bis sechs Wochen ist er bereit. Ense bekommt am Waldrand einen Aussichts- und Ruhepunkt mit Blick Richtung Werl, der zum Waldbaden und Entspannen einlädt.

Dass der Wald längst nicht nur von Werlerinnen und Werlern genutzt wird, macht Bürgermeister Höbrink deutlich - und erklärt, wie das Projekt darauf reagiert:

„Der Werler Stadtwald ist ein Naherholungsgebiet, das von den Menschen aus der ganzen Region genutzt wird - von Enserinnen und Ensern genauso wie von Wickederinnen und Wickedern oder Werlerinnen und Werlern. Damit sich das nicht nur an einer Stelle konzentriert, haben wir auf jedem Gemeindegebiet einen eigenen Zugangspunkt geschaffen und im Wald selbst neue Wege angelegt, um die verschiedenen Nutzungen besser miteinander zu verknüpfen." - Torben Höbrink, Bürgermeister Stadt Werl.
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Werler Stadtwald wird zum Natur-Erlebnis-Wald
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Fünf Bereiche, neue Wege, neues Leitsystem

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Kathrin Lutter von der Projektleitung fasst zusammen, was alles angegangen wurde:

„Wir haben insgesamt fünf Bereiche bearbeitet: den Wegebau, den Kanadierplatz sowie die einzelnen Eingänge der Gemeinden Ense, Wickede und Werl. Außerdem haben wir bestehende Plätze aufgewertet."

Noch nicht alles ist fertig. Jürgen Staubach, Leiter des Kommunalbetriebs Werl, gibt einen Ausblick auf das, was in den nächsten Wochen und Monaten folgt:

„Spielplatz und Niedrigseilgarten sind zunächst fertiggestellt. In der kommenden Zeit wird außerdem eine Beschilderung des Werler Stadtwaldes umgesetzt, damit sich alle Nutzergruppen gut zurechtfinden. Laufstrecken werden noch ausgewiesen, und im Laufe der Zeit entstehen weitere Angebote in den Außenbereichen - vor allem, wenn der Aussichtsturm auf dem ehemaligen Campgelände fertig ist." - Jürgen Staubach, Leiter des Kommunalbetriebs Werl.
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Finanzierung

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Das Projekt kostet rund 330.000 Euro - und damit sogar etwas weniger als die ursprünglich kalkulierten 351.000 Euro. Den Löwenanteil trägt eine LEADER-Förderung: Rund 230.000 Euro kamen aus diesem Fördertopf. Kathrin Lutter zieht ein positives Fazit der interkommunalen Zusammenarbeit:

Gemeinsam konnten wir einfach mehr erreichen. Hätte jede Kommune für sich allein gearbeitet, wäre am Ende sicher nicht so viel dabei herausgekommen. So haben am Schluss alle mehr davon." - Kathrin Lutter, Projektleitung.
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Nächster Schritt: ein 35 Meter hoher Aussichtsturm

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Das Projekt "Natur-Erlebnis-Wald" ist noch nicht abgeschlossen. Als nächster großer Schritt ist ein Aussichtsturm auf dem ehemaligen Militärgelände der Briten geplant - einem Areal, das viele Werlerinnen und Werler kennen. 35 Meter hoch soll der Turm werden, in etwa so hoch wie der Lörmecke-Turm bei Warstein im Arnsberger Wald. Damit wäre er der höchste Punkt der ganzen Stadt.

„Im kommenden Jahr entsteht mit dem Aussichtsturm ein echtes Landschaftsbauwerk - ähnlich wie der bekannte Möhnesee-Turm, den es in der Region ja bereits gibt. Wir sind überzeugt, dass dadurch das gesamte Areal noch einmal deutlich aufgewertet wird." - Dirk Sodenkamp, Stadtsprecher Stadt Werl.
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