Anzeige
Wolf
© Bernd Weißbrod/dpa
Es gibt wieder Wolfsnachwuchs in Baden-Württemberg. (Archivbild)
Teilen:

Wieder Wolfsrudel in Baden-Württemberg

Nach Jahren ohne Rudel streunt jetzt wieder eine Wolfsfamilie durch den Nordschwarzwald. Ein Welpe ist gesichtet worden.

Veröffentlicht:

Anzeige

Wolfsnachwuchs

Anzeige

Seebach/Forbach (dpa) - In Baden-Württemberg tapst wieder mindestens ein Welpe durch den Schwarzwald - und damit gibt es ein neues Wolfsrudel. Mehr als zwei Jahre nach dem Tod des damals einzigen Welpen auf einer Straße am Schluchsee sei am 17. September wieder ein kleiner Wolf in der Gemeinde Baiersbronn abgelichtet worden. «Dieser konnte zweifelsfrei als Wolfswelpe bestätigt werden», teilte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg mit. Welches Geschlecht der junge Wolf hat und ob es weitere Welpen gibt, ist aktuell nicht bekannt.

Wolfseltern streunten seit Monaten gemeinsam herum

Im Südwesten streunte zuvor schon seit einiger Zeit im Nordschwarzwald ein Wolfspaar herum - es sind die mutmaßlichen Eltern des Welpen: eine erst seit kurzem ansässige Wölfin und ihr Partner, der Rüde GW852m. Experten wie Micha Herdtfelder von der FVA hatten es schnell für sehr wahrscheinlich gehalten, dass die Verpaarung geklappt hatte. «Wildbiologisch gesehen klappt eine Verpaarung zwischen Wölfen meistens», hatte er gesagt. Die Wölfin war früheren Angaben zufolge vermutlich im Februar oder März trächtig geworden, die Tragezeit beträgt um die 60 Tage. 

Es gab schon früher ein Rudel im Südwesten 

In der Vergangenheit war die Zahl der sesshaften Wölfe in Baden-Württemberg höher. Einige wanderten ab oder wurden überfahren. Ein Rudel aber hatte es nicht mehr gegeben, seit der einzig lebende Welpe Ende 2023 in der Nähe des Schluchsees überfahren wurde. Im April danach starb das Muttertier bei einem Auto-Unfall nahe Lenzkirch. Es war trächtig mit mehreren Welpen. Weibchen für möglichen Nachwuchs gab es danach länger nicht mehr im Südwesten. 

Wölfe sind vor mehr als 20 Jahren wieder in Deutschland aufgetaucht; ihre Zahl nimmt seither kontinuierlich zu.

Anzeige
© dpa-infocom, dpa:260924-930-739388/1
Anzeige
Anzeige
Anzeige