
UPDATE 8.10.: Wer hat im Kreis Soest mit keimbelasteten Wurstprodukte gehandelt und sie ordnungsgemäß zurückgegeben? Auf diese Fragen reagiert die Kreisverwaltung zurückhaltend. Es geht konkret um keimbelastete Wurst aus einem Betrieb in Hessen, die an Händler in fast allen Regionen NRWs geliefert und aktuell zurückgerufen wurde. In den Produkten des Herstellers Wilke waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden. Sie sind vor allem für abwehrgeschwächte Menschen wie Neugeborene oder Senioren gefährlich. Es gab bereits zwei Todesfälle. Die Kreisverwaltung betonte, alle Betriebe seien dem Rückruf bereits gefolgt. Es geht konkret um sechs Großhändler aus dem Kreis, die wiederum kleinere Betriebe beliefern. Namen wurden aus Datenschutzgründen nicht genannt. Das Problem für die Verbraucher besteht darin, dass Wilke Wurst nicht immer als solche zu erkennen ist, sondern auch als Eigenprodukt von Händlern verkauft wird. Ein Beispiel sind die Wurstwaren aus dem Großkonzern Metro, die die Wilke Wurst unter ihrem eigenen Markennamen "Aro" verkauft hat.
7.10.:In 48 der 53 Kreise und kreisfreien Städte im Land seien Unternehmen bekannt, die Produkte des Herstellers Wilke bezogen hätten, teilte das NRW-Verbraucherschutzministerium mit. Darunter auch der Kreis Soest. Die Kreisverwaltung sagte auf Nachfrage von Hellweg Radio, dass aber bereits am Freitag das Veterinäramt bei den sechs betroffenen Betrieben kontrolliert habe, ob die Rückrufaktion laufe. Alle Betriebe seien dem Rückruf bereits gefolgt. In den Produkten des Herstellers Wilke waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden. Den Behörden zufolge gibt es mittlerweile 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise damit im Zusammenhang stehen. In Südhessen hatte es zwei Todesfälle bei älteren Personen gegeben. Listerien sind in der Natur häufig vorkommende Bakterien. Nur sehr wenige Menschen, die Listerien aufnehmen, erkranken an der sogenannten Listeriose. Gefährlich ist die Infektion für abwehrgeschwächte Menschen wie Neugeborene oder Senioren.