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Zahl rechter Straftaten im Kreis Soest stark gestiegen
© Symbolbild / Hellweg Radio
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Zahl rechter Straftaten im Kreis Soest stark gestiegen

Im Kreis Soest sind 2025 deutlich mehr politisch rechts motivierte Straftaten erfasst worden als im Jahr zuvor. Die Zahl stieg von 57 auf 74 - ein Anstieg von knapp 30 Prozent. Auch landesweit zeigt die Statistik nach oben.

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.05.2026 07:26

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Großer Anstieg im Kreis Soest

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Die Zahl der politisch rechts motivierten Straftaten im Kreis Soest ist 2025 erneut gestiegen. Nach Angaben der Grünen Landtagsfraktion, die die Daten beim NRW-Innenministerium abgefragt hat, wurden im vergangenen Jahr 74 solcher Straftaten erfasst. 2024 waren es noch 57. Das entspricht einem Anstieg von knapp 30 Prozent. Im Vergleich zu 2023 ist die Zahl sogar um mehr als 130 Prozent gestiegen.

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Auch in NRW auf Rekordhoch

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Der Anstieg beschränkt sich nicht auf den Kreis Soest. Landesweit wurden 2025 insgesamt 6.268 politisch rechts motivierte Straftaten erfasst - nach 5.641 im Jahr 2024. Das ist ein Plus von rund elf Prozent und der höchste Wert seit Einführung des Erfassungssystems im Jahr 2001. Besonders deutlich stieg die Zahl der Gewalttaten: von 154 auf 191. Fast alle davon - 183 der 191 Fälle - sind Körperverletzungsdelikte.

"Jeden Tag werden in NRW im Schnitt 17 rechtsextreme Straftaten verübt. Es ist unerträglich, dass die Anzahl der rechtsextremen Straftaten landesweit und auch bei uns vor Ort zunimmt." - Dagmar Hanses, Landtagsabgeordnete der Grünen aus dem Kreis Soest.
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Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Antiziganismus

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Die Zahlen zeigen auch in einzelnen Deliktbereichen teils deutliche Anstiege. Antisemitische Straftaten stiegen landesweit von 695 auf 786 - ein Plus von 13 Prozent. Straftaten gegen die sexuelle Orientierung nahmen um 27 Prozent zu (von 203 auf 257), antiziganistische Straftaten sogar um 47 Prozent (von 30 auf 44). Lediglich bei islamfeindlichen Straftaten gab es einen leichten Rückgang - von 338 auf 330.

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Gesellschaftliches Handeln gefordert

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"Wir müssen uns als Gesellschaft dagegenstellen, dass viele Menschen alltäglich mit diskriminierenden und menschenverachtenden Äußerungen und Angriffen konfrontiert sind. Jede und jeder ist aufgefordert, menschenverachtendem Gedankengut entschieden zu widersprechen. Nur so können wir dazu beitragen, dass sich alle Menschen auch im Kreis Soest sicher fühlen können." - Dagmar Hanses, Landtagsabgeordnete der Grünen aus dem Kreis Soest.

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