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Zoff um geplanten Biergarten auf dem Lippstädter Marktplatz
© Umminger / Hellweg Radio
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Zoff um geplanten Biergarten auf dem Lippstädter Marktplatz

In Lippstadt sorgt ein geplanter Biergarten auf dem Marktplatz für hitzige Diskussionen zwischen der Gastronomie und den traditionellen Markthändlern. Die Stadtverwaltung prüft derzeit rechtliche Kompromisse, um den Konflikt um die Flächennutzung und den langjährigen Obststand zu lösen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 05:25

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Konflikt auf dem Lippstädter Marktplatz

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Der geplante Biergarten des Alten Brauhauses sorgt in Lippstadt aktuell für erheblichen Gesprächsstoff unter den Bürgern und Händlern. Auf der Fläche von insgesamt acht Parkplätzen auf dem Marktplatz möchte der Wirt Auge Stotz eine neue Außengastronomie für seine Gäste etablieren. Das zentrale Problem dabei ist die zeitgleiche Nutzung dieses Areals während des traditionellen Wochenmarktes in der Lippstädter Innenstadt. Seit vielen Jahrzehnten betreibt dort Familie Freise ihren bekannten Obst- und Gemüsestand an genau dieser gewohnten Stelle. Die Pläne für den neuen Biergarten stoßen daher auf massiven Widerstand.

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Kritik der Markthändler und Gastronomen

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Die Marktbeschickerin Sabine Freise äußerte im Rahmen einer Ratssitzung im Lippstädter Rat deutliche Kritik an dem Vorhaben des Gastronomen. Sie bemängelt vor allem die aus ihrer Sicht unzureichende Kommunikation im Vorfeld der Planungen durch die Stadtverwaltung und den Wirt. Der angestammte Platz des Obststandes sei für den wirtschaftlichen Erfolg des Geschäfts seit Generationen essenziell und könne nicht ohne Weiteres aufgegeben werden. Wirt Auge Stotz vom Alten Brauhaus hingegen fühlt sich in der aktuellen öffentlichen Debatte missverstanden und betont seine positiven Absichten für die Stadt. Er sieht in dem geplanten Biergarten eine Aufwertung für das Stadtbild und die allgemeine Attraktivität des Marktplatzes nach dem täglichen Einkauf.

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Suche nach Lösungen durch die Stadtverwaltung

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Lippstadts Bürgermeister Alexander Tschense hat sich bereits zu dem schwelenden Konflikt geäußert und eine detaillierte rechtliche Prüfung angekündigt. Die Stadtverwaltung arbeitet unter Hochdruck an möglichen Kompromissvorschlägen, die den Interessen beider Parteien auf dem Marktplatz gerecht werden sollen. Am kommenden Montag sind Gespräche mit allen Beteiligten geplant.

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