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Archäologie in Soest: Grabungen am Oelmüllerweg
© Stadt Soest
Das Team der Stadtarchäologie bei Grabungen im Suchschnitt.
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Archäologie in Soest: Grabungen am Oelmüllerweg

Die Stadtarchäologie Soest untersucht seit Anfang August eine Fläche am Oelmüllerweg – im Vorfeld geplanter Bauarbeiten für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Auf einem benachbarten Feld wurden vor rund 20 Jahren Überreste einer etwa 6.000 Jahre alten jungsteinzeitlichen Siedlung entdeckt.

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Vier Suchschnitte: Stadtarchäologie Soest gräbt am Oelmüllerweg

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Die Stadtarchäologie Soest führt seit Freitag, 7. August, archäologische Untersuchungen am Westende des Oelmüllerweges durch. Anlass sind geplante Bauarbeiten für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Die Grabungen finden bewusst im Vorfeld statt, damit mögliche archäologische Befunde frühzeitig erkannt und dokumentiert werden können – ohne die späteren Bauarbeiten zu beeinträchtigen. Insgesamt werden vier Suchschnitte angelegt.

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Jungsteinzeitliche Siedlung in der Nachbarschaft: Was steckt unter dem Oelmüllerweg?

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Die Lage der untersuchten Fläche macht die Grabung aus archäologischer Sicht besonders interessant. Auf einem benachbarten Feld wurden vor rund 20 Jahren Überreste einer etwa 6.000 Jahre alten Siedlung aus der Jungsteinzeit entdeckt - ein Fund, der zeigt, wie reich der Untergrund rund um Soest an Geschichte ist. Die Stadtarchäologie ist in der Region immer wieder fündig geworden: Im Soester Osten stießen Archäologen zuletzt auf Spuren einer rund 6.800 Jahre alten Siedlung. Die Hoffnung, auch diesmal auf Siedlungsspuren oder andere historische Funde zu stoßen, hat sich bislang allerdings nicht erfüllt. Entdeckt wurde bisher lediglich eine alte Feuerstelle, deren genaues Alter vor Ort noch nicht bestimmt werden konnte. Eine Laboruntersuchung soll nun Aufschluss darüber geben, aus welcher Zeit sie stammt.

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Methode: Bagger legt Lehmschicht frei

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Die vier Suchschnitte sind jeweils sieben Meter breit und zwischen 100 und 300 Meter lang. Mit einem Bagger wird der Oberboden vorsichtig bis in eine Tiefe von rund 70 Zentimetern abgetragen. In dieser Tiefe beginnt die Lehmschicht, in der sich archäologische Befunde im Boden abzeichnen können. Das Verfahren ermöglicht eine systematische Untersuchung großer Flächen in kurzer Zeit. Auch bei anderen Bauprojekten in Soest setzt die Stadtarchäologie auf vorausschauende Grabungen - so wurden zuletzt am Potsdamer Platz mittelalterliche Pflastersteine freigelegt.

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Schüler beim Schulpraktikum dabei - erstmals auf einer Grabung in Soest

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Die Stadtarchäologie wird bei den Arbeiten von einem gemischten Team unterstützt. Neben eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind Studierende, Kurzzeitbeschäftigte und Freiwilligendienstleistende im Einsatz. Erstmals nehmen auch Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Schulpraktikums an einer archäologischen Grabung der Stadtarchäologie Soest teil. Auf die Möglichkeit waren sie über die Social-Media-Kanäle der Stadt Soest aufmerksam geworden. Dass Soests Untergrund immer wieder für Überraschungen sorgt, zeigt auch die Geschichte der mittelalterlichen Osthofenstraße, die Archäologen zuletzt als historische Verkehrsachse von großer Bedeutung identifizierten.

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