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Demo in Lippstadt gegen Gewalt an Frauen
© Annika Wilk / Hellweg Radio
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Demo in Lippstadt gegen Gewalt an Frauen

Unter dem Motto "Auch das Netz muss sicher sein" gingen heute Nachmittag rund 160 Menschen auf dem Lippstädter Rathausplatz gegen Gewalt an Frauen auf die Straße. Anlass der spontan organisierten Kundgebung sind die aktuellen Vorwürfe von Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen wegen digitaler und sexualisierter Gewalt.

Veröffentlicht: Montag, 30.03.2026 15:21

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Spontane Kundgebung nach bundesweiten Protesten

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Die Demonstration in Lippstadt reiht sich ein in eine Welle des Protests, die derzeit durch Deutschland geht. Am vergangenen Wochenende waren bereits Tausende Menschen in mehreren deutschen Städten gegen Gewalt an Frauen auf die Straße gegangen, heute schloss sich Lippstadt dieser Bewegung an. Die Veranstaltung wurde erst letzten Freitag von Privatpersonen überparteilich organisiert.

Ein breites Bündnis aus verschiedenen Parteien, Verbänden und Organisationen rief zur Teilnahme auf, darunter der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Auf dem Rathausplatz waren neben Lautsprechern und einem Mikrofon auch Fahnen von Verdi und der Initiative "Omas gegen Rechts" zu sehen.

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Männer besonders aufgerufen

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Bemerkenswert an der Lippstädter Demonstration war die ausgewogene Geschlechterverteilung. Rund die Hälfte der ungefähr 160 Teilnehmenden waren Männer - ein bewusst gewählter Schwerpunkt der Veranstalter. Die Organisatorin Sarah Gonschorek betonte in ihrer Rede die wichtige Rolle der Männer im Kampf gegen Gewalt an Frauen. Zwischen den Redebeiträgen wurden die männlichen Teilnehmer gezielt angesprochen und gefragt, ob sie Täter oder Täterinnen kennen.

Weitere Redebeiträge kamen unter anderem von der Landtagsabgeordneten Dagmar Hanses von den Grünen.

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Collien Fernandes-Fall als Auslöser bundesweiter Debatte

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Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen. Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

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Erfolgreiche Mobilisierung trotz schlechten Wetters

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Ursprünglich waren 50 Teilnehmende angemeldet, letztendlich kamen trotz ungünstiger Wetterbedingungen rund 160 Menschen zusammen. Das Thema Gewalt gegen Frauen scheint auch bei uns im Kreis Soest zu beschäftigen und mobilisieren.

Autor: Ben Hettwer

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