
Sie vertreiben heimische Enten und verschmutzen mit ihrem Kot den Park. Teilweise greifen sie sogar Jogger an. In Soest gibt es große Probleme mit Nil- und Kanadagänsen, die sich im Theodor-Heuss-Park niedergelassen haben. Deswegen ergreift die Stadt Soest jetzt eine harte Maßnahme: Mit Genehmigung des Kreises lässt sie Gänse im Theodor-Heuss-Park von einem Jäger erschießen. Etwas anderes bleibt nicht mehr übrig, sagt Stadtsprecher Thorsten Bottin:
"Wir haben versucht, die Gänse umzusiedeln, aber sie sind wieder zurückgekehrt. Dann haben wir versucht, den Park für sie unattraktiver zu gestalten. Das hat auch nicht funktioniert. Insofern ist das Erlegen der Gänse für uns die Ultima Ratio."
Stadt Soest sieht keinen Ausweg
Es klingt extrem drastisch, aber die Stadt Soest sagt, eine andere Lösung gibt es nicht mehr, als Jagd auf die Gänse zu machen. Die Stadt hatte bereits vergeblich versucht, die Tiere umzusiedeln. Jetzt hat sie bis Ende April eine Sondergenehmigung von der Kreisjagdbehörde bekommen, um die Gänse zu jagen. Das ist möglich, weil es sich bei Nil- und Kanadagänsen um invasive Arten handelt.
Invasive Tierarten im Kreis Soest
Dass die Gänse invasive Tierarten sind, heißt, dass sie bei uns ursprünglich nicht heimisch sind und hier jetzt ihren neuen Lebensraum schädigen. Zum Beispiel vertreiben sie bei uns Enten, aber auch ihre Hinterlassenschaften sind ein großes Problem. So konnte der Spielplatz am großen Teich in Soest manchmal tagelang deswegen nicht genutzt werden.
Gejagt werden die Tiere vor allem morgens, wenn noch nicht so viele Menschen unterwegs sind. Für die Jagd wird der Park auch kurzzeitig abgesperrt. Nil- und Kanadagänse sind nicht die einzigen invasiven Tierarten, die im Kreis Soest lebt. Es gibt weitere invasive Tierarten, wie zum Beispiel Waschbären und Nutria.