
Kreis Soest bereitet Bürger auf Krisen vor
Der Kreis Soest hat die Kampagne #FitFürKrisen gestartet und rückt damit die Katastrophenvorsorge in den Fokus. Sogenannte Leuchttürme in allen 14 Städten und Gemeinden sollen im Krisenfall als Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 14:06
Kampagne #FitFürKrisen im Kreis Soest gestartet
Mit der Kampagne #FitFürKrisen möchte der Kreis Soest die Bevölkerung auf mögliche Krisensituationen vorbereiten. Behandelt werden verschiedene Schwerpunkte des Bevölkerungsschutzes - von Hochwasser über Stromausfälle bis hin zu Cyberangriffen. Auch auf den Social-Media-Kanälen des Kreises sollen unter anderem Themen wie Notvorrat, Notfallgepäck und Schutz vor Starkregenschäden stärker aufgegriffen werden. Der Kreis betont, dass Rettungswesen und Katastrophenschutz im Kreisgebiet grundsätzlich gut aufgestellt seien - die Bürgerinnen und Bürger sich aber auch selbst mit möglichen Krisenszenarien auseinandersetzen sollten. Auch Feuerwehren und Katastrophenschutz im Kreis Soest empfehlen, sich mit dem Thema Vorsorge zu beschäftigen - jeder Bürger sollte gewisse Vorbereitungen treffen.
„Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger nicht verunsichern oder Ängste schüren. Vielmehr möchten wir dazu ermutigen, gemeinsam mit uns einen vorausschauenden Blick auf das wichtige Thema der Katastrophenvorsorge zu werfen, damit wir im Ernstfall als Gemeinschaft den Herausforderungen stark begegnen können." - Heinrich Frieling, Landrat des Kreises Soest
Leuchttürme als Anlaufstellen bei Krisen im Kreis Soest
Zum Start der Kampagne rückt das sogenannte Leuchtturm-Konzept in den Mittelpunkt. In allen 14 Städten und Gemeinden des Kreises Soest gibt es festgelegte Anlaufpunkte, die im Krisenfall aktiviert werden. Pro Kommune sind ein Zentral-Leuchtturm sowie weitere Leuchttürme, Meldestellen und Not-Aufenthaltsorte vorgesehen. Diese Standorte werden kreisweit einheitlich bezeichnet und mit gleichen Piktogrammen ausgeschildert. Das Konzept wurde gemeinsam mit den Kommunen für den Fall eines Blackouts oder eines Ausfalls des Notruf-Systems erarbeitet.
„Bürgerinnen und Bürger können an diesen Orten in einem Notfall rund um die Uhr Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei anfordern und sich über aktuelle Entwicklungen und wichtige Bekanntmachungen informieren, die dort ausgehängt werden." - Anna Schiller, stellvertretende Abteilungsleiterin Feuer- und Katastrophenschutz beim Kreis Soest
Darüber hinaus gibt es im Kreis Soest dafür den Bürgernotfunk. Über 100 Anlaufstellen helfen, im Ernstfall Hilfe zu holen.
Vorsorge und Information im Kreis Soest
Der Kreis Soest empfiehlt, sich bereits im Alltag mit den nächstgelegenen Anlaufstellen vertraut zu machen. Eine Übersicht aller Leuchtturm-Standorte im Kreisgebiet ist online unter www.kreis-soest.de/leuchttuerme abrufbar. Weitere Informationen zur persönlichen Krisenvorsorge hat der Kreis unter www.kreis-soest.de/krisenfall zusammengefasst. Die Kampagne #FitFürKrisen wird in den kommenden Wochen weitere Schwerpunktthemen aufgreifen.
„Am besten beschäftigt man sich schon in einer ruhigen Minute im Alltag damit, wo man bei sich in der Nähe Hilfe finden würde, wenn es zu einem Blackout kommen sollte. Dieses Wissen hilft dann im Fall eines Falles auch anderen Menschen." - Anna Schiller, stellvertretende Abteilungsleiterin Feuer- und Katastrophenschutz beim Kreis Soest