Anzeige
Neuer Gedenkort im Paderborner Dom vorgestellt
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Präsentierten das Mahnmal v.l.: Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Generalvikar Monsignore Dr. Michael Bredeck, Künstler Christoph Brech, Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Reinhold Harnisch (Sprecher Vorstand Betroffenenvertretung), Burkhardt Stutenz, und Michael Heltner (beide Vorstand Betroffenenvertretung).
Teilen:

Neuer Gedenkort im Paderborner Dom vorgestellt

Der Paderborner Dom hat einen neuen Gedenkort für Betroffene von sexuellem Missbrauch und geistlicher Gewalt eröffnet. Das interaktive Mahnmal „memory - Aufdecken und Erinnern“ bietet Einblicke in schmerzhafte Erinnerungen.

Veröffentlicht: Dienstag, 03.03.2026 06:19

Anzeige

Ein Zeichen im Herzen des Erzbistums

Anzeige

Im Paderborner Dom wurde ein ganz besonderer Ort der Erinnerung eingeweiht: Der neue Gedenkort „memory - Aufdecken und Erinnern“ in der Brigidenkapelle erinnert an die Betroffenen von sexuellem Missbrauch und geistlicher Gewalt. Am Montag kamen zahlreiche Betroffene und Pressevertreter zur offiziellen Vorstellung. Das Mahnmal soll nicht nur erinnern, sondern auch mahnen und wurde unter Mitwirkung von Betroffenen und Künstler Christoph Brech entworfen.

Anzeige

Ein interaktives Mahnmal

Anzeige

Das Mahnmal ist als interaktives Kunstwerk konzipiert, bestehend aus drehbaren Feldern, die individuelle Perspektiven von Betroffenen sichtbar machen. Diese individuellen Erinnerungen können jederzeit ergänzt werden, was die fortwährende Auseinandersetzung mit diesem Thema betont. Wichtige Stimmen wie Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Dompropst Joachim Göbel betonen, dass dieser Ort bewusst in der Mitte des Erzbistums angesiedelt ist, um seiner Bedeutung Rechnung zu tragen.

Anzeige

Der Weg zur Aufarbeitung

Anzeige

Das Erzbistum Paderborn verfolgt bereits seit längerem einen ehrlichen Weg zur Aufarbeitung früherer Missstände. Erzbischof Bentz unterstrich, dass die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt von Beginn an Priorität hatte. Reinhold Harnisch, Sprecher der Betroffenenvertretung, unterstreicht die gute Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Mahnmals und sieht darin einen wichtigen Schritt zur Heilung und Erinnerung.

Auch im Kreis Soest waren in den letzten Jahren Missbrauchsvorwürfe bekanntgeworden, etwa im vergangenen November gegen einen mittlerweile verstorbenen Seelsorger aus Möhnesee-Günne sowie 2024 gegen einen Priester aus Rüthen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige