
Polizei im Kreis Soest warnt vor perfider Betrugsmasche
In Möhnesee ist am 13. Januar 2026 eine 88-jährige Frau Opfer eines besonders perfiden Betrugs geworden. Die Täter gaben sich als Mitarbeiter des Bundeskriminalamts aus und erbeuteten Schmuck und Geld. Die Polizei im Kreis Soest warnt eindringlich vor dieser Masche und appelliert: Wir alle sollten Eltern und Großeltern besser über die Tricks von Betrügern aufklären.
Anruf angeblich vom Bundeskriminalamt
Am Dienstag, den 13. Januar 2026, erhielt die Seniorin einen Anruf von einem Mann, der sich als „Herr Fischer vom Bundeskriminalamt in Frankfurt“ vorstellte. Er erklärte, dass aktuell Kriminelle unterwegs seien und deshalb Wertgegenstände vorsorglich gesichert werden müssten. Dabei setzte er die Frau gezielt unter Druck.
Täter erscheinen an der Haustür
Kurz nach dem Telefonat erschienen zwei angebliche BKA-Mitarbeiter an der Wohnadresse der Frau in der Straße „Seeblick“ in Möhnesee. Die Männer ließen sich den Tresor öffnen und nahmen hochwertigen Goldschmuck im sechsstelligen Wert an sich. Der 88-Jährigen sagten sie, der Schmuck werde überprüft und anschließend zurückgebracht.
Zusätzlich veranlassten die Täter gemeinsam mit der Seniorin eine Überweisung eines hohen vierstelligen Betrags. Vor dem Verlassen des Hauses übergab die Frau den Unbekannten außerdem zwei EC-Karten samt PIN.
Abhebungen in Körbecke und Lohmar
Mit den Bankkarten hoben die Betrüger noch am Dienstagabend, den 13. Januar 2026, gegen 19:45 Uhr Bargeld an einer Sparkasse in Körbecke ab. Eine weitere Abhebung folgte in der Nacht zu Mittwoch, den 14. Januar, gegen 0 Uhr an einem Geldautomaten an einer Tankstelle in Lohmar. Insgesamt erbeuteten die Täter einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag sowie den Goldschmuck.
Polizei warnt und bittet um Hinweise
Die Polizei macht deutlich: Weder die Polizei noch andere Sicherheitsbehörden rufen an, um Wertsachen zu sichern oder persönliche Daten abzufragen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen, keine Informationen preisgeben und selbst bei der angeblichen Behörde nachfragen.
Die beiden Männer, die die Seniorin zu Hause aufsuchten, waren etwa 20 bis 25 Jahre alt. Einer hatte krause schwarze Haare und einen Vollbart und trug eine schwarz-weiß gemusterte Jacke. Der zweite Mann hatte kurze schwarze Haare. Beide sprachen akzentfreies Hochdeutsch. Hinweise nimmt die Polizeiwache in Soest unter der Telefonnummer 02921/91000 entgegen.
Appell: Eltern und Großeltern schützen
Dieser Fall und ähnliche in den letzten Wochen zeigen, wie professionell und überzeugend Betrüger vorgehen. Deshalb ruft die Polizei im Kreis Soest dazu auf, besonders ältere Menschen im eigenen Umfeld zu warnen. Gespräche über solche Betrugsmaschen können helfen, Schaden zu verhindern. Je besser unsere Eltern und Großeltern informiert sind, desto schwerer haben es die Täter.
Autoren: Denise Rüscher / Ben Hettwer