
Zweiter Verhandlungstag in Arnsberg
Am Montag (2.11.) geht der Prozess um das sogenannte „Soester Horrorhaus" am Landgericht Arnsberg weiter - um 9:30 Uhr beginnt die Sitzung. Vier Angeklagte müssen sich verantworten: zwei Männer und zwei Jugendliche. Sie sollen eine 33-jährige Frau zwischen Juli und November 2025 in einem Reihenhaus in Soest über Monate schwer misshandelt und vergewaltigt haben. Die Vorwürfe umfassen gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung - zwei der Angeklagten wird zusätzlich Vergewaltigung vorgeworfen.
SD-Karte mit Videos aufgetaucht
Kurz vor dem zweiten Verhandlungstag haben neue Beweise das Verfahren verändert. Der Polizei wurde vor wenigen Wochen eine SD-Karte mit Videos zugespielt. Darauf sollen offenbar die Angeklagten und weitere Beschuldigte bei den Misshandlungen zu sehen sein. Auch die damalige Lebensgefährtin des Hauptangeklagten ist nach bisherigem Stand auf den Aufnahmen zu erkennen. Sie sitzt seit dem 25. September in Untersuchungshaft.
Rechtsgespräch und mögliche Geständnisse
Zu Beginn der Sitzung will das Gericht über ein Rechtsgespräch informieren, das nach dem Prozessauftakt stattgefunden hat. Thema war dabei, welche Strafrahmen bei Geständnissen in Betracht kommen. Das lässt zumindest Teilgeständnisse heute möglich erscheinen - was das Verfahren deutlich verkürzen könnte. Ob es dazu kommt, ist noch offen. Insgesamt sind 14 Verhandlungstage geplant.
Hintergrund: Der Fall in Soest
Der Fall war bundesweit auf große Aufmerksamkeit gestoßen. Die 33-jährige Frau soll in einem Reihenhaus in Soest über Monate festgehalten und misshandelt worden sein. Der Prozess hatte am Montag (12.10.2026) am Landgericht Arnsberg begonnen. Beim Prozessauftakt wurde bekannt, dass in dem Fall noch gegen weitere Tatverdächtige ermittelt wird.
